Grüne kritisieren "Killerspiel"-Verbotsforderungen

Fraktion ist gegen Verbot wegen Gewalt, aber für Vorsicht wegen Spielesucht

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich unter dem Titel "Killerspiele - eine unendliche Geschichte" zu Wort gemeldet. In dem Beitrag fordert die Fraktion eine Versachlichung der Diskussion und die Förderung von Nachwuchsentwicklern.

Artikel veröffentlicht am ,

"Politiker wie Frau von der Leyen verkaufen den Bürger schlichtweg für dumm, wenn sie den Eindruck erwecken, dass mit einem Verbot von sogenannten Killerspielen das Problem Jugendgewalt in den Griff zu bekommen wäre", schreibt die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Beitrag auf ihrer offiziellen Webseite. Gleichzeitig weisen die Politiker darauf hin, dass ihrer Meinung nach der "Jugend- und Jugendmedienschutz in Deutschland im internationalen Vergleich vorbildlich ist" - pauschale Verbote, wie sie die Innenminister der Länder am 5. Juni 2009 gefordert hatten, lehnen die Grünen ab.

Wichtiger als die Gewaltdebatte findet die Grünen-Fraktion das Thema Onlinespielesucht. Die Politiker weisen darauf hin, dass sie bereits länger fordern, dass "das Suchtpotenzial mit in die Bewertung und Altersklassifizierung von Spielen einfließt. Dies ist auch besonders darum geboten, weil diese Suchteffekte eigentlich spielimmanent sind." Die gleiche Forderung erheben auch andere Politiker sowie Wissenschaftler wie der Kriminologe Christian Pfeiffer.

Die Grünen weisen außerdem darauf hin, dass die Computerspielebranche "eine der wichtigsten Zukunftsbranchen" sei, bei der "Deutschland den Anschluss nicht verlieren" dürfe. Ein besonders großes Problem sei der Fachkräftemangel, weswegen bestehende Aus- und Fortbildungsgänge so weiterentwickelt werden müssten, dass dort auch die Fähigkeiten zur Computerspielentwicklung erlernt werden. Zusätzlich bedarf es nach Auffassung der Grünen neuer Studiengänge für den Bereich Computerspiele an Fachhochschulen und Hochschulen.

Strukturelle Hilfe würden aber "vor allem die kleinen Spieleentwicklerinnen und -entwickler" benötigen, bei denen innovative Ideen aufgrund der enormen Entwicklungskosten ohne Hilfe oft nicht durchgesetzt werden könnten. Deshalb werde das Geld, das die Regierung derzeit auf Bundesebene für den Computerspielepreis ausgibt - 300.000 Euro jährlich - an anderer Stelle viel dringender benötigt, nämlich bei der Förderung des Nachwuchses.

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KarlKarlson 05. Aug 2009

@zahltag: hab mir deinen hirnamputierten nazischeiss mal durchgelesen und kann dazu nur...

Ekelpack 27. Jul 2009

Die 0.0001 % machen den Kohl auch nicht fett.

gggg 27. Jul 2009

Interessant, was bei Heise heute zu lesen ist über die Haltung dieses Spitzen-Grünen...

Black_Seraph 27. Jul 2009

Mir kommt es so vor, als hätte da jemans bei den Grünen bemerkt, dass vermehrt ehemalige...



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