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Final Cut Studio bringt mehr als 100 neue Funktionen

Final Cut Pro 7, Motion 4, Soundtrack Pro 3, Color 1.5 und Compressor 3.5. Mehr als 100 neue Funktionen verspricht Apple für die neue Version seiner Videobearbeitungssoftware Final Cut Studio. Das Paket besteht aus den Einzelapplikationen Final Cut Pro 7, Motion 4 und Soundtrack Pro 3 sowie Color 1.5 und Compressor 3.5.
/ Jens Ihlenfeld
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Final Cut Pro 7 erweitert die Apple-Codec-Familie "ProRes", um zusätzliche Workflows zu unterstützen. Dazu zählen der Proxy "ProRes", mit dem sich bei geringer Bandbreite und auch offline editieren lässt, ProRes LT für universelles Schneiden und ProRes 4444 für Bearbeitung und Effekte in höchstmöglicher Qualität.

Easy Export erlaubt es Anwendern, ihre Arbeit an Projekten fortzusetzen, während das Encoding im Hintergrund läuft. Zudem können die Sequenzen direkt für Youtube, MobileMe, iPhone, iPod, Apple TV, DVD oder Blu-ray exportiert werden.

Die Unterstützung von iChat Theater ermöglicht zudem die gemeinsame Arbeit an einem Projekt in Echtzeit durch eine gemeinsame Nutzung von Final-Cut-Timelines oder die Einbeziehung von individuellen Quellclips von iChat-Teilnehmern, wenn diese nicht über Final Cut Pro verfügen.

Darüber hinaus gibt es neue Speed-Tools, mit denen sich die Geschwindigkeit von Clips leicht verändern lässt, Alpha-Übergänge, um Effekte mittels beweglicher Oberflächen zu erzeugen, und eine native AVC-Intra-Unterstützung für aktuelle Panasonic-Kameras.

Motion 4 verfügt über verbesserte Werkzeuge wie 3D-Schatten, Reflexionen sowie Schärfentiefe für Grafikanimationen und visuelle Effekte. Neue, individuell anpassbare Eigenschaften ergänzen Punkt- und Scheinwerferlicht zur Erzeugung realistischer Schatten oder ermöglichen die Umwandlung jeder Form, Video Plane oder eines Pinselstrichs in eine reflektierende Oberfläche.

Soundtrack Pro 3 bringt neue Mehrspur-Audio-Tools zur Gestaltung der Audio-Postproduktion sowie Voice Level Match, um Lautstärkeinformationen des Vokalinhalts eines Clips zu extrahieren und auf einen anderen Clip zu übertragen, ohne dabei andere Audioinhalte zu verändern. Ein weiterentwickelter File Editor beinhaltet neue Werkzeuge, um spezifische Frequenzen zu bearbeiten, wie beispielsweise das Rascheln von Papier oder den dumpfen Schlag auf einen Tisch, ohne den Gesamtdialog zu beeinflussen. Time Stretch dehnt und komprimiert Audiomaterial mit hoher Präzision.

Color 1.5 zur Farbkorrektur wartet mit einer besseren Integration in Final Cut Pro auf. Die neue 4K-Unterstützung arbeitet nativ mit Daten von Kameras wie der Red One und ermöglicht eine direkte Ausgabe auf ProRes für HD oder DPX für Film. Die erweiterte Unterstützung für neue High-Quality-Formate wie AVC-Intra, XDCAM 422 und ProRes 4444 ermöglicht Farbkorrekturen mit einem maximalen Umfang an Farbinformationen.

Compressor 3.5 erleichtert das Encoding und die Ausgabe einer Vielzahl an Formaten. QuickTime-Einstellungen lassen sich automatisch erfassen, ein Easy-Export-Template erstellen oder ein kleines "Droplet" auf dem Desktop ablegen, welches spezielle Komprimierungsvorgänge automatisch ausführt.

Final Cut Studio verfügt außerdem über die DVD-Authoring-Software DVD Studio Pro. Soundtrack Pro und Compressor sind zudem Teil des neuen Logic Studio, was den Austausch zwischen den Programmen vereinfachen soll.

Die neue Version von Final Cut Studio ist ab sofort zu einem Preis von 999 Euro erhältlich und damit 300 Euro günstiger als die Vorgängerversion. Ein Update ist für 299 Euro zu haben.

Neben Final Cut Studio hat Apple auch den Final Cut Server 1.5 vorgestellt, der Final-Cut-Media-Asset-Management und Workflow-Automation bringen soll. Er bringt Funktionen wie Offline-Editing mit ProRes Proxy, Produktionshierarchien zur Organisation der Medien und Unterstützung von Stillsequenzen für einfaches Betrachten und Verwalten des Workflows von Bildfolgen und Effekten. Final Cut Server verfügt nun über eine unlimitierte Anzahl an Clientlizenzen und ist für 999 Euro als Vollversion oder für 299 Euro als Upgrade für bestehende Lizenzen erhältlich.


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