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Hersteller liefern Computer in China mit Filtersoftware aus

Einer Bitte der Regierung wird von Herstellern offenbar nachgekommen

Sie müssen nicht, aber sie tun es trotzdem: Mehrere asiatische Computerhersteller liefern ihre Rechner in China mit dem Filterprogramm "Green Dam Youth Escort" aus. Eines der Unternehmen begründet das damit, die Behörden hätten darum gebeten.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach heftigen Protesten hatte das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik (MIIT) klein beigegeben: Einen Tag bevor der Erlass, dass das Filterprogramm "Green Dam Youth Escort" auf jedem neuen Rechner vorinstalliert sein müsse, in Kraft trat, verschob das MIIT die Einführung. Offiziell zumindest.

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Denn wie das Wall Street Journal berichtet, liefern einige asiatische Hersteller ihre Computer dennoch mit der umstrittenen Software aus. Darunter sind auch die taiwanischen Unternehmen Acer und Asus sowie der chinesische Hersteller Lenovo.

Beilegen statt vorinstallieren

Acer lege ein CD mit dem Programm bei, sagte eine Unternehmenssprecherin der Zeitung. Grund sei, dass das MIIT den Hersteller darum gebeten habe. Auch Lenovo legt das Programm bei, überlässt es aber dem Nutzer, es zu installieren. Das Unternehmen halte sich an das Gesetz und beobachte, wie sich die Situation entwickle, so ein Sprecher. Knapp zwei Wochen bevor das Ministerium die Einführung von Green Dam stoppte, hatte es in einem ersten Schritt erklärt, es müsse lediglich dem Computer beigelegt werden. Die Installation sei jedoch freiwillig. Asus schließlich legt das Programm seit dem 1. Juli bei und begründet das mit der Annahme, dass der Erlass früher oder später in Kraft treten werde.

Tatsächlich hat sich das MIIT nicht endgültig von der Filtersoftware verabschiedet. Das Ministerium hat lediglich die obligatorische Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Ministerium bietet Green Dam weiterhin kostenlos zum Herunterladen an. Außerdem soll das Programm auf Computern in Schulen und Internetcafés installiert werden.

Die chinesische Regierung hat beteuert, bei Green Dam handele es sich um eine Filtersoftware, die dem Jugendschutz diene. Kritiker halten es jedoch für ein Zensurwerkzeug, das nicht nur den Zugang zu pornografischen oder gewalthaltigen Inhalten, sondern auch zu bestimmten politischen Inhalten sperre.

Amerikanische Informatiker hatten zudem gravierende Sicherheitslücken in dem Programm aufgedeckt.



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WLAN surfer 24. Jul 2009

Und was macht die Ursula? Warum haben wir keine so Software? Kann doch nicht angehen das...

KM 23. Jul 2009

In China und weiteren Staaten beginnt der Alptraum "1984" - Beginn 25 Jahre danach...

Broadcom 23. Jul 2009

Lach nur - das wird schneller bei uns eingeführt, als Du es Dir vorstellen kannst!

Palaber 23. Jul 2009

Stichwort Internetcafés und Schulen. Ich denke das sind die Stellen, die _noch_ am...


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