Test: Eee PC 1101HA läuft lang, aber langsam
Das Tempo reicht gerade noch
18 Prozent weniger Takt für den Prozessor sehen auf dem Papier nach nur geringen Einbußen aus - da die Atoms aber ohnehin schon sehr langsam sind, wirkt sich dieser Nachteil des Z520-Prozessors in der Praxis deutlich aus. Kommt ein Atom-Netbook mit N270 noch gut mit komplexen Webseiten und Flash-Videos zurecht, so ist das fehlende Quäntchen Leistung auf dem 1101HA durchaus spürbar. An HD-Videos ist so nicht zu denken.
Anwendungen starten dennoch flott, was auch der Hitachi-Festplatte zu verdanken ist, die am Anfang ihrer Kapazität bis zu 60 MByte/s erreicht. Für einen günstigen Speicher ist das noch ein guter Wert, auch wenn aktuelle 2,5-Zoll-Festplatten deutlich schneller sind.
Diese praktischen Erfahrungen mit dem Spar-Atom spiegeln sich auch bei synthetischen Benchmarks wider: Nur 690 Punkt erreicht der Z520 bei 1,33 GHz im Cinebench R10, ein Atom N270 kommt noch auf 835 Punkte - und schon der Sempron 210U im letzten Aldi-Netbook erreicht 1.189 Punkte. Der neue Chipsatz US15W hat auch die bisher bei Intel gute USB-Leistung gesenkt: Von einem USB-Stick, der sonst 32 MByte/s erreicht, liest der 1101HA nur 22 MByte pro Sekunde.

Der Luftauslass sorgt für Geräusche
Der Lüfter des Eee PCs stört bei geringer Last kaum, übertaktet man den Prozessor aber im Modus "Super Performence" des mitgelieferten Tools in der Systray auf 1,47 GHz, stört er deutlich. Weniger durch sein Laufgeräusch, als vielmehr durch das Rauschen, das die vielen Schlitze des Luftauslasses erzeugen. Auch bei diesem Takt werden Handballenauflagen und Unterseite aber nur etwas mehr als handwarm.
Fazit
Asus hat den Eee PC 1101HA konsequent auf Stromsparen und den Einsatz als Surf- und Schreibmaschine getrimmt. Das geht auf Kosten der Rechenleistung. Konkurrenzlos ist aber die Kombination aus guter Tastatur, vergleichsweise großem Display und Akkulaufzeit. Mit in der Praxis 9 Stunden abseits der Steckdose kann das Netzteil oft zu Hause bleiben, egal ob der Nutzer einen ganzen Arbeitstag oder ein Wochenende mit gelegentlichem Einsatz des Rechners überbrücken will.
Dafür sind 399 Euro nicht zu viel verlangt, auch wenn ähnlich leichte Subnotebooks mittlerweile in diese Preisregionen vorstoßen. Sie sind schneller, erreichen aber nur mit teuren und schweren Zusatzakkus die Laufzeiten des 1101HA.
Auch wenn sich der Vergleich mit dem letzten Aldi-Netbook Medion Akoya E1312 aufdrängt, das genauso viel kostet, so handelt es sich doch um Geräte für sehr verschiedene Anforderungen: Das E1312 läuft nur rund drei Stunden, ist dabei aber schneller und unter anderem mit HDMI besser ausgestattet. Es ist mehr Allrounder als der 1101HA, der sich eher als ständiger Begleiter oder Zweitgerät empfiehlt. Zudem besitzt der Asus-Rechner die bessere Tastatur.
Sehr deutlich macht der neue Eee PC, dass Nutzer sich von Prospekten von Elektronikketten und dem schicken Aussehen aktueller Netbooks im Laden nicht blenden lassen sollten. Es gilt sehr genau auf die technischen Daten und die Ausstattung zu achten, um später nicht von Leistungsvermögen oder Laufzeit enttäuscht zu werden.
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Ich würde auch einen nehmen...
Weil der ne schnellere CPU hat? Lesen hilft.
Vielleicht kann seine Entwicklungsabteilung nicht ganz mit der von Intel mithalten...
So ein Ding würde ich mir sogar kaufen.