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SAP will SAF übernehmen

63,7 Millionen Euro für Hersteller automatischer Prognose- und Bestellsysteme. Der Softwarekonzern SAP will das Schweizer Unternehmen SAF Simulation, Analysis and Forecasting AG übernehmen. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet automatische Prognose- und Bestellsysteme im Handel. Der Kaufpreis liegt bei rund 63,7 Millionen Euro.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit der Übernahme will SAP das eigene Lösungsspektrum für Planungs-, Prognose- und automatisierte Bestellprozesse für Handelsunternehmen weiter ausbauen und abrunden. Beide Unternehmen arbeiten seit vielen Jahren auf Basis einer OEM-Partnerschaft zusammen.

Den SAF-Aktionären bietet SAP 11,50 Euro je Aktie, das entspricht einem Aufschlag von 9,5 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs (10,50 Euro) der SAF-Aktie am 17. Juli 2009 und von 33,9 Prozent auf den volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurs der SAF-Aktie an der Frankfurter Börse in den vergangenen drei Monaten (8,59 Euro). Die beiden SAF-Hauptaktionäre, die gemeinsam rund 38 Prozent der SAF-Aktien halten, wollen das Angebot annehmen, so SAP.

SAF ist auf die Entwicklung von Bestell- und Prognosesoftware für Handel, Logistik und Industrie spezialisiert. Das Unternehmen setzt dabei auf den Denkansatz des Demand Chain Management, bei dem die Prozesskette von ihrem zentralen Treiber, dem Kunden und dessen Kaufverhalten gesteuert und optimiert wird. SAF bietet drei Kernprodukte, sogenannte SAF Engines an: SAF SuperStore und SAF SuperWarehouse automatisieren die Warennachschubplanung im Handel. SAF SuperForecast ermöglicht die prognosegestützte Planung und richtet sich an Unternehmen aller Branchen.

Die Software soll dafür sorgen, dass der Warennachschub auf Basis präziser Vorhersagen der künftigen Nachfrage vollständig automatisiert wird. Das soll im Ergebnis zu geringeren Beständen, verbesserter Produktverfügbarkeit und höherer Kundenzufriedenheit führen.

SAF wurde 1996 mit Sitz in Tägerwilen (Schweiz) gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.


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