Amazon löscht Orwell-E-Books vom Kindle

Löschung soll in Zukunft nicht mehr vorkommen

Amazon hat zwei E-Books von George Orwell von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht. Die betroffenen Bücher seien illegale Kopien gewesen, so Amazon. In Zukunft will Amazon aber keine gekauften E-Books mehr von den Geräten entfernen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Ausgerechnet die E-Book-Fassung der beiden Bücher "1984" und "Animal Farm" des Briten George Orwell hat Amazon am Freitag von den Kindle-Geräten gelöscht. Das berichtet die New York Times.

Die betroffenen Bücher seien von der Firma MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden, die nicht die Rechte daran besitzt, sagte ein Amazon-Sprecher der New York Times. Der Rechteinhaber habe Amazon darauf aufmerksam gemacht, woraufhin die Löschfunktion zum Einsatz kam, um die E-Books von den Geräten der Kunden zu entfernen. Die Kunden bekommen den Kaufpreis zurückerstattet.

Die Reaktionen blieben nicht aus: In Amazons Kindle-Forum finden sich diverse empörte Kommentare. Auch Amazon ist sich offenbar bewusst, dass das kein kluger Schachzug war. In Zukunft will Amazon seine Löschmöglichkeit nicht mehr verwenden, erklärte Amazon der Zeitung.

Laut New York Times hat Amazon vermutlich schon in der Vergangenheit gekaufte E-Books von den Kindles gelöscht. Dies soll etwa bei den digitalen Fassungen von Harry Potter vorgekommen sein. Allerdings scheinen nicht einmal die allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Kindle Amazon zu gestatten, Bücher nach dem Kauf zu löschen. Dort wird nämlich ein unbegrenztes Nutzungsrecht zugesichert.

Der Vorfall verdeutliche, wie wenig Rechte ein Kunde habe, wenn er ein E-Book bei Amazon kaufe, sagte Bruce Schneier, Sicherheitschef der British Telecom und anerkannter Sicherheitsexperte, der New York Times.

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