Dell Vostro - All-in-One-PC ab 630 US-Dollar

Mit der seit zwei Jahren angebotenen Serie "Vostro" will Dell vor allem kleinere Unternehmen ansprechen. Neben Notebooks gab es unter dieser Marke bisher vor allem kompakte Desktop-PCs mit gerade so viel Rechenleistung, wie typische Büroanwendungen benötigen.
Nun kommt das erste AIO der Vostro-Serie auf den Markt, dessen größten Vorteil Dell im geringen Platzbedarf auf dem Schreibtisch sieht. In China und Japan sollen die Rechner laut Dell bereits verfügbar sein, in den USA kommt er in der zweiten Augustwoche auf den Markt, in Mitteleuropa am 23. August.
Die neuen Vostros bringen PC und Display in einem Gehäuse unter, das unabhängig von der Displaygröße 38,7 x 47,8 x 10,4 Zentimeter misst. Es kann direkt auf den Tisch gestellt oder über VESA-Bohrungen an Monitorhaltern befestigt werden. Die integrierten Bildschirme gibt es im 16:10-Format mit 17 Zoll oder 19 Zoll, beide mit einer Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln. Auch ein 16:9-Display mit 18,5 Zoll mit 1.366 x 768 Pixeln steht zur Wahl. Einen Ein- oder Ausgang für die Anzeige besitzt der Rechner nicht, ein Notebook kann den Vostro also nicht als externen Monitor nutzen.
Als Festplatten dienen 3,5-Zoll-Laufwerke mit 7.200 Umdrehungen pro Minute, nicht etwa Notebookfestplatten wie bei vielen AIOs. Die Desktopfestplatten sind günstiger, Dell bietet sie auch nur mit 80 bis 250 GByte an. Ein optisches Laufwerk gehört nicht zur Standardausstattung, optional finden aber DVD-ROM oder ein DVD-Brenner im Gehäuse Platz.
Intels GM41-Chipsatz kontrolliert die Komponenten und steuert auch die Grafik (GMA4500HD) bei. Zu den Prozessoren machte Dell noch keine konkreten Angaben, sondern erklärte nur, dass die Serien Celeron, Pentium Dual-Core, Core 2 Duo und die Core 2 Quads mit 65 Watt TDP angeboten werden sollen. Die maximale Speicherbestückung beträgt nur 2 GByte, was für Windows Vista mit mehreren Anwendungen knapp werden kann. Einige der neuen Vostros will Dell auch mit Ubuntu-Linux anbieten.
Schnittstellen für älteres Zubehör
Die Schnittstellenausstattung ist üppig, was einem Büro-PC, der viele Jahre auch mit älterer Peripherie genutzt werden soll, gut zu Gesicht steht. Drei USB-2.0-Ports sitzen an der Seite des Displayrahmens, drei weitere auf der Rückseite. Dort finden sich auch betagte Anschlüsse wie PS/2-Ports für Maus und Tastatur und sogar ein serieller und ein Parallel-Port. Bluetooth für kabellose Eingabegeräte besitzt der Vostro nicht.
Wenn die im Gehäuse integrierten Stereolautsprecher mit je 2 Watt nicht reichen, kann über den Line-Ausgang an der Rückseite ein besseres Soundsystem angeschlossen werden – digitalen Ton gibt der Vostro aber nicht aus. Seitlich sind auch Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon angebracht, was für VoIP oder per PC bediente Telefonanlagen nützlich ist. Ein Cardreader – die Formate nennt Dell noch nicht – und eine optionale Webcam mit 1,3 Megapixeln verleihen einen weiteren Hauch von Multimedia.
Vernetzt wird der Vostro über Gigabit-Ethernet, dessen Port im Anschlussfeld auf der Rückseite sitzt. Gegen Aufpreis gibt es auch ein integriertes WLAN-Modul nach 802.11b/g, Draft-n bietet Dell bisher nicht an. Das Netzteil des Systems ist im Gehäuse integriert, es stellt sich automatisch auf Spannungen von 100 bis 240 Volt ein. Der Rechner soll maximal 130 Watt Leistung aufnehmen, was aber stark von Displaygröße und Prozessor abhängig ist.
Wie Dell Golem.de erklärte, beträgt der Einstiegspreis für die Vostro-Serie rund 630 US-Dollar. Was die Geräte in Deutschland kosten, steht noch nicht fest.



