EA legt sich mit Martial-Arts-Verband an
Seitdem hat sich die Lage geändert: Im Mai 2009 hat THQ gemeinsam mit dem Verband das Spiel UFC 2009 Championship veröffentlicht. Rund zwei Millionen Exemplare wurden nach Unternehmensangaben weltweit ausgeliefert. Die MMA-Ankündigung von EA Sports sieht White nun offenbar als Frontalangriff auf sein Programm – und droht Sportlern, die Electronic Arts eine Lizenz zur Verwendung ihres Namens und Aussehens erteilen, mit dem Rauswurf aus seinem Verband und der Sperrung bei Kämpfen.
EA Sports hat bislang zurückhaltend auf die Angriffe des UFC reagiert. Peter Moore, Chef der Sportsparte bei Electronic Arts, hat sich auf seinem Blog im Zusammenhang mit den Vorwürfen(öffnet im neuen Fenster) demonstrativ als langjähriger Fan der Sportart geoutet. Er betont, dass EA mit der Arbeit an ersten MMA-Konzepten begonnen habe, als er selbst zu dem Konzern gewechselt sei – vor über zwei Jahren.
Mixed Martial Arts verwendet Schlag- und Tritttechniken aus mehreren Kampfsportarten, allerdings darf im Bodenkampf geschlagen und zum Teil getreten werden. Fans verweisen darauf, dass MMA der legitime Nachfolger des altgriechischen Pankration aus der Zeit der ersten Olympischen Spiele sei. Kritiker – darunter Politiker – fordern ein Verbot der Sportart wegen ihrer Brutalität. Mehrfach sind Sportler nach Kämpfen an ihren Verletzungen gestorben. Einige deutsche Medien(öffnet im neuen Fenster) bringen Mixed Martial Arts auch in Verbindung mit der rechtsradikalen Szene, denn in Ostdeutschland waren bei einigen Veranstaltungen nationalsozialistische Symbole zu sehen.


