Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Windows 7 ist fast fertig

Entwicklungsarbeiten sollen bis Ende Juli 2009 abgeschlossen werden. Mehrere Webseiten melden erste sogenannte RTM-Builds von Windows 7 . Diese "Release to Manufacturing"-Versionen sollen auf DVD gepresst werden. Microsoft selbst sagt allerdings, die Entwicklung sei noch nicht abgeschlossen.
/ Andreas Sebayang
165 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Microsoft hat die Entwicklung von Windows 7 fast abgeschlossen. Für den sogenannten "Release to Manufacturing"-Status (RTM) fehlen offenbar nur noch einige Sprachversionen von Windows 7, wie Microsoft im Windows-Team-Blog angibt(öffnet im neuen Fenster) . Der RTM-Status besagt, dass Windows 7 dann bereit ist, in die Produktion zu gehen.

Hinweise auf die ersten RTM-Builds gab es schon gestern durch Windows-7-Versionen, die in diversen Tauschbörsen auftauchten und die Build-Nummer 7600 tragen. Microsoft warnt allerdings vor dem Download derartiger Builds über Tauschbörsen. Schon die Vorabversionen von Office 2010, die im Netz aufgetaucht sind, wurden als Verbreitungsgelegenheit für Schadsoftware genutzt . Außerdem gibt es Berichte, dass die gestern aufgetauchten Builds doch noch keine fertigen Versionen sind. Wer Windows 7 ausprobieren möchte, greift besser zum recht stabil laufenden Release Candidate, der laut Microsoft noch bis Mitte August 2009 verfügbar ist .

Verschiedene Nutzergruppen können recht früh mit einer fertigen Version zum Herunterladen rechnen. Abonnenten von MSDN und Technet sollen bereits wenige Wochen nach dem Ende der RTM-Phase Windows 7 herunterladen können. Volume-License-Kunden können ab dem 1. September 2009 mit Windows 7 rechnen. Alle anderen müssen den Status General Availability (GA) abwarten, der am 22. Oktober 2009 erreicht wird. Dann kann Windows 7 im Laden als Retaillizenz oder gleich mit einem Rechner erworben werden. Davor gibt es nur Windows-7-Gutscheine .

Mit dem Ende der Arbeiten an Windows 7 gehen auch die Arbeiten an der Serverversion von Windows 7 dem Ende entgegen. Der Windows Server 2008 R2 dürfte ebenfalls in den kommenden Wochen zur Verfügung stehen. Wer den Einsatz von Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 plant, kann mit dem kürzlich veröffentlichten Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP)(öffnet im neuen Fenster) erste Vorbereitungen treffen und die Hardware untersuchen.

Allerdings verlangt das Tool nach einem Rechner, der mit bestimmten Windows-Versionen(öffnet im neuen Fenster) ausgestattet ist. Das MAP-Toolkit lässt sich dementsprechend nicht auf Windows XP Home installieren. Die Home-Version von Vista soll aber laut Microsoft mit dem Toolkit zusammenarbeiten. Außerdem müssen unter anderem Excel und Word installiert sein. Nur die Versionen 2007 und 2003 SP2 werden unterstützt.

Microsoft selbst gibt an, dass die Arbeiten an Windows 7 noch diesen Monat abgeschlossen werden sollen. Der Hersteller ist also im Zeitplan, damit Endkunden Windows 7 ab dem 22. Oktober käuflich erwerben können. Bereits diesen Monat soll es auch eine Vorbestellaktion geben, bei der Interessenten zumindest die Versionen Home Premium und Professional günstiger erhalten sollen.

Die Vorbestellaktion startet am morgigen 15. Juli 2009 um 9 Uhr. Allerdings wird die Menge der Lizenzen begrenzt sein, die Microsoft zum Sonderpreis abgibt. In den USA und in Japan waren die Lizenzen schnell vergriffen. In Europa unterscheiden sich die Lizenzen durch den fehlenden Internet Explorer 8. Händler bieten potenziellen Windows-7-Nutzern allerdings an, diesen kostenlos mitzubestellen.

Durch den fehlenden Browser ist eine Upgradeinstallation nicht möglich. Eine Neuinstallation des Betriebssystems ist also zwingend Voraussetzung für den Einsatz von Windows 7. Da Microsoft den Retaillizenzen sowohl die 64-Bit- als auch die 32-Bit-DVD beilegt, kann der Anwender dann auch gleich die 64-Bit-Version ausprobieren.


Relevante Themen