Erste Modellnummern und Preise zu Core i5 und i7 "Lynnfield"

Nächste Intel-Prozessoren mit günstigem Einstiegspreis

Im Vorfeld der Markteinführung von Intels ersten Mainstream-Prozessoren mit Nehalem-Architektur werden in Asien Stück für Stück die letzten Details der neuen Produkte bekannt. So soll Intel für den Start seiner neuen Quad-Cores - wie beim ersten Core i7 - drei Modelle planen, die zudem recht günstig werden.

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Bereits zur Computex 2009 hatte Intel bestätigt, dass Prozessoren mit dem Lynnfield-Kern sowohl als Core i5 als auch als Core i7 bezeichnet werden sollen. Unklar war bisher noch, wo der Chiphersteller die Unterscheidung der beiden Serien macht. Einem Bericht der gewöhnlich gut unterrichteten japanischen Webseite PC Watch zufolge wird die Serie Core i5 um das HyperThreading beschnitten, was in den Gerüchteküchen schon lange vermutet wurde - der Turbo-Boost bleibt aber erhalten und wird erweitert.

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Damit soll das erste Modell "Core i5 750" zwar nur vier Threads - auf je einem Kern - parallel ausführen können, aber statt nominal 2,66 GHz bis zu 3,2 GHz per Turbo-Boost erreichen können. Der bisherige Core i7 920 läuft nominal mit 2,66 GHz, kann sich aber per Turbo-Boost um zwei Stufen von 133 MHz übertakten, solange die Kühlung reicht. Damit kommt er auf 2,93 GHz. Die 3,2 GHz des Core i5 750 schafft erst der viel teurere Core i7 965.

Wie Intel schon bestätigt hatte, fällt die Übertaktung durch den Turbo-Boost viel höher aus als beim bisherigen Core i7 mit Bloomfield-Kern. Für den Core i5 570 würde sie vier Stufen betragen.

Noch weiter treibt Intel dem Bericht von PC Watch zufolge den Takt bei den anderen beiden Lynnfields, die Core i7 860 und Core i7 870 heißen sollen. Sie sind nominal mit 2,8 und 2,93 GHz getaktet. Per Turbo-Boost sollen sie aber um wiederum vier Stufen auf 3,46 und 3,6 GHz hochschalten - das schafft bisher nur der aktuell schnellste Intel-Prozessor für den Desktop, der Core i7 975. Wie dieser können auch die neuen Core i7 die Zahl ihrer Kerne virtuell verdoppeln, wovon aber bisher nur wenige Anwendungen profitieren. Gegenüber der 130 Watt TDP aller Core i7 soll der Wert für alle drei Core i5 und den neuen Core i7 bei 95 Watt liegen.

Fast gleiche Leistung zum halben Preis

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Bemerkenswert sind diese Daten, weil die neuen Prozessoren einem älteren Bericht von TechConnect zufolge, der an vielen Stellen zitiert wird, aber für den es keine Quelle gibt, vergleichsweise günstig sein sollen. Auf die neuen Modellnummern umgelegt soll der Core i5 750 nur 193 US-Dollar kosten, der Core i7 860 ganze 284 US-Dollar und der Core i7 870 noch 562 US-Dollar. Diese Preise gelten für PC-Hersteller und Wiederverkäufer bei einer Mindestabnahme von 1.000 Stück und enthalten keine Steuern.

Als Vorteil für die 1.000-Dollar-Prozessoren Core i7 965 und Core i7 975 bleibt so nur der garantierte Takt unter Volllast von 3,2 und 3,33 GHz. In synthetischen Benchmarks dürften die bisherigen Core i7 folglich ein klein wenig schneller sein als die neuen Modelle, bei realen Anwendungen, wenn der Turbo-Boost ständig ein- und ausgeschaltet wird, könnte das Rennen zwischen den beiden CPU-Familien sehr knapp werden. Dass die Lynnfield-Prozessoren anders als der bisherige Core i7 nur noch zwei statt drei Speichercontroller besitzen, wirkt sich ohnehin nur in wenigen, sehr speicherlastigen Tests aus, mit realen Anwendungen kaum.

Da die neuen Prozessoren also Intels Preis-Leistungs-Gefüge auch in der Oberklasse umkrempeln, verwundert es nicht, dass der Chiphersteller bei schwindender Nachfrage den Marktstart immer weiter verschiebt. Das dritte Quartal 2009 hatte Intel dafür stets genannt, andere Quellen waren zunächst vom Juli 2009 ausgegangen. Der taiwanische Branchendienst DigiTimes will nun erfahren haben, dass der Termin zwischen dem 8. und 11. September 2009 liegen soll, und damit kurz vor dem Ende des Quartals. Die passenden Mainboards mit dem Sockel LGA 1156 sind seit der Cebit 2009 fertig.

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