Spieletest: Call of Juarez - Bound in Blood
Generell gibt es viel zu tun in den Saloons, Canyons, Westernstädten und anderen Orten in den USA und Mexiko: Überfälle, Eskorten, Schießereien von einer Kutsche oder die typischen Pistolenduelle warten auf die beiden Brüder. Übrigens: Unabhängig davon, welcher Bruder zu Missionsbeginn ausgewählt wird, ist der andere in den Missionen fast immer automatisch an seiner Seite. Leider nur KI-gesteuert: Obwohl sich für Bound in Blood ein Koop-Modus förmlich aufdrängt, haben die polnischen Entwickler keinen ins Spiel integriert. Wer mit Freunden spielen will, muss auf den Onlinemodus ausweichen, in dem typische Optionen allein oder im Team Deathmatch warten.
Erledigte Gegner hinterlassen oft Geld, das sich in bessere Ausrüstung investieren lässt. Zudem weicht Bound in Blood stellenweise vom sehr linearen Ablauf ab und bietet optionale Nebenmissionen, in denen der Spieler zusätzlich etwas verdienen kann. Auch die eher kurze Spielzeit wird so etwas gestreckt; im Schnitt sind kaum mehr als acht Stunden nötig, bis der Abspann zu sehen ist.
Optisch und atmosphärisch weiß Bound in Blood größtenteils zu überzeugen - kleinere Ruckler und Pop-ups trüben zwar von Zeit zu Zeit das Bild, insgesamt ist der Wilde Westen aber äußerst stimmungsvoll eingefangen. Auch die Bedienung funktioniert gut, kleinere Extras wie das automatische Deckungsuchen hinter Vorsprüngen erweisen sich als gelungene Idee. Gepatzt wurde allerdings bei der deutschen Synchronisation: Die lustlose Sprachausgabe nimmt Bound in Blood viel von seiner Spannung.
Call of Juarez - Bound in Blood ist für Xbox 360, Playstation 3 und PC erhältlich. PC-Spieler benötigen Windows XP oder Vista, einen Hauptprozessor mit mindestens 3,2 GHz sowie 1 GByte RAM im Rechner. Die Grafikkarte muss Shader Model 3.0 beherrschen und mindestens 256 MByte RAM haben. Das Spiel hat von der USK keine Jugendfreigabe erhalten.
Fazit
Wie der Vorgänger ist auch Bound in Blood nicht perfekt - die deutsche Synchro, der lineare und schnell absolvierte Spielablauf sowie die verpasste Chance des Koop-Modus enttäuschen. Nichtsdestotrotz fängt derzeit wohl kein anderes Spiel den Wilden Westen so gut ein wie Call of Juarez. Dank stimmiger Atmosphäre und guter Story sind Gefechte und Duelle ein äußerst kurzweiliges und intensives Vergnügen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Spieletest: Call of Juarez - Bound in Blood |
- 1
- 2






Jo. Allerdings sind die englischen Stimmen genialst!
Bei Far Cry 2 war ja ehr die offene Welt das Problem. Das wird dir hier nicht passieren...
...wobei dieses feature nicht so nett zu handlen ist wie im ersten teil...
meine meinung