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Moblins X-Server läuft ohne Root-Rechte

Linux-Desktop soll so sicherer werden. Das Netbook-Linux Moblin verwendet jetzt als erste Linux-Distribution einen X-Server, der ohne Root-Rechte läuft. Das erhöht vor allem die Sicherheit des Systems. Erst vor kurzem hatten Intel-Entwickler Patches veröffentlicht , die das möglich machen.
/ Julius Stiebert
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Das " Moblin(öffnet im neuen Fenster) Secure X Project" hat den X-Server des Netbook-Linux so umgebaut, dass er ohne Root-Rechte läuft, schreibt Intel-Entwickler Arjan van de Ven(öffnet im neuen Fenster) . Das erhöht die Sicherheit des Systems. Normalerweise läuft der X-Server für die grafische Desktopoberfläche unter Linux mit Root-Rechten. Dadurch können Sicherheitslücken teilweise ausgenutzt werden, um ebenfalls diese Rechte zu erlangen und somit volle Kontrolle über das System zu haben.

Nötig waren diese Rechte, da der X-Server direkt mit der Grafikhardware kommunizierte. Durch viele Änderungen am Linux-Grafiksystem in den letzten Monaten ist dies nicht mehr nötig. Unter anderem ist das Kernel Modesetting dabei wichtig, das die Einstellung der Grafikmodi vom X-Server in den Kernel verlagert. Der X-Server hat so nur die Rechte des angemeldeten Nutzers.

Intel-Entwickler Jesse Barnes hatte erst Anfang Juli 2009 verschiedene Patches veröffentlicht, um den X-Server ohne Root-Rechte laufen lassen zu können. Diese waren schon direkt für die unter Federführung der Linux Foundation mit großer Beteiligung von Intel entwickelte Moblin-Distribution gedacht.


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