Autos produzieren Strom bei Burger King
Fastfoodketten sind nicht gerade für Umweltfreundlichkeit bekannt. Doch jetzt testet Burger King ein umweltfreundliches Energiegewinnungssystem in einer seiner Drive-in-Filialen. Autos erzeugen beim Durchfahren elektrischen Strom. Mit der aus der Bewegungsenergie der Autos gewonnenen Elektrizität könnte die Filiale beispielsweise ihre Beleuchtung betreiben.
Motion Power heißt das Energy-Harvesting-System des US-Unternehmens New Energy Technologies, das aus beweglichen Metallplatten besteht. Fahren Autos darüber, klappen die Platten um und treiben so Generatoren an, die die kinetische Energie in elektrische umwandeln. In dem Pilotprojekt in der Burger-King-Filiale in Hillside im US-Bundesstaat New Jersey will New Energy Technologies die Haltbarkeit des Systems testen. Nach Angaben von Geschäftsführer Andrew Paterno fahren jedes Jahr 150.000 Autos das Drive-in an.
Energy Harvesting ist die Gewinnung von elektrischer Energie aus der Umgebung. Dabei wird Elektrizität beispielsweise aus Vibrationen, Temperaturunterschieden, Luftströmungen und Bewegungen gewonnen. So sollen etwa Nanodrähte in einem Hemd , Generatoren am Knie oder am Kiefer Strom für MP3-Player oder Hörgeräte erzeugen.
Energiequelle Auto
Oder eben Autos, die über bewegliche Metallplatten fahren. Knapp 250 Millionen rollen über Amerikas Straßen, so New Energy Technologies – eine immense Energiequelle, die das Unternehmen anzapfen will. Allerdings eignen sich Systeme wie Motion Power nur für Straßenabschnitte, an denen Autos langsam fahren. Davon gebe es aber genug, etwa Kreuzungen, Grenzübergänge, Mautstationen oder in verkehrsberuhigten Straßen, zählt der Entwickler auf.
Einstweilen können jedoch nur kleinere Fahrzeuge Strom erzeugen – Motion Power ist nur für Personenfahrzeuge und Kleinlaster ausgelegt. Ein System für Schwerlaster ist jedoch laut New Energy Technologies in Planung.