Abo
  • Services:

Murdochs Boulevardreporter beauftragten Handyhacker

Schweigegeld für Opfer?

Reporter zweier britischer Skandalblätter haben offenbar über Jahre mit illegalem Hacking von Handys bei Prominenten recherchiert. Der Medienkonzern News Corp soll laut Guardian den Opfern der illegalen Abhörattacken Schweigegeld gezahlt haben.

Artikel veröffentlicht am ,

Rupert Murdochs Medienkonzern hat Opfern von Hackerangriffen seiner Reporter 1,1 Millionen Euro Schweigegeld gezahlt. Das berichtet der britische Guardian. Die Reporter hätten private Ermittler engagiert, die sich illegal Zugang zu Handys, Handyrechnungen mit Einzelverbindungsnachweisen, Steuerbescheiden, Angaben zur Sozialversicherung, Kontoauszügen und Telefonrechnungen von britischen Ministern, Abgeordneten, Schauspielern und Sportlern verschafft hätten.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Murdochs News Corp verlegt in Großbritannien die Boulevardblätter News of the World und Sun. Mit den Zahlungen soll der Konzern sich das Schweigen über drei außergerichtliche Einigungen erkauft haben. Murdoch sagte Bloomberg News, er wisse nichts von möglichen Zahlungen: "Wenn das passiert wäre, würde ich es wissen".

Im Januar 2007 war bekanntgeworden, dass sich der News-of-the-World-Reporter Clive Goodman über Hacker Zugang zu den Mobiltelefonen von Angestellten der Königsfamilie verschafft hatte. Auch der frühere stellvertretende Premierminister John Prescott wurde Opfer der Angriffe, die der Reporter bestellt hatte.

Goodman, der dafür ins Gefängnis kam, wurde von News Corp immer als isolierter Einzeltäter dargestellt. Wie der Guardian nun unter Berufung auf hochrangige Bedienstete der Londoner Polizei Metropolitan Police Service (MPS) berichtet, sei mit dem Prozess gegen Goodman und seine Helfer nur ein Bruchteil des tatsächlichen Skandals öffentlich geworden.

Weitere News-Corp-Reporter sollen sich durch Detektive Zugang zu tausenden Mobiltelefonen von Prominenten verschafft haben. Eine weitere Guardian-Quelle, die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen kennt, soll eine Zahl von 2.000 bis 3.000 Handyanschlüssen genannt haben. Der Guardian erwartet nun hunderte neuer Klagen der Opfer der Abhörattacken durch die Skandalblätter Murdochs. Die Beweise habe die Londoner Polizei seit 2007 unterdrückt. Die meisten Opfer haben erst durch die Enthüllungen des Guardian erfahren, dass sie zu den Betroffenen gehören.

Die Affäre birgt zugleich politischen Sprengstoff: Andy Coulson, der Sprecher von David Cameron, dem Chef der Conservative Party, war Redakteur bei News of the World. Journalisten, für die er verantwortlich war, sollen in hunderte Abhöraktionen verwickelt gewesen sein, so die Zeitung.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Der Kaiser! 09. Jul 2009

Ron Paul ist ein guter Mann. Allerdings findet er nicht genug Gehör. Dem schliess ich...

haha 09. Jul 2009

http://www.digitalfernsehen.de/news/news_260863.html https://www.golem.de/0802/57513.html...


Folgen Sie uns
       


Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial

Sonys Mini-Konsole Playstation Classic ist knuffig. In unserem Golem-retro_-Spezial beleuchten wir die Spieleauswahl und Hardware im Detail.

Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Nubia Red Magic Mars im Hands On Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
  2. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  3. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren
  2. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  3. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar
  2. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  3. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant

    •  /