Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Gerüchte um OpenSSH-Sicherheitslücke

Maintainer nicht von Existenz des Problems überzeugt. Derzeit machen Gerüchte um eine Sicherheitslücke in OpenSSH in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) die Runde. Unterdessen hat sich OpenSSH-Entwickler Damien Miller geäußert. Er sieht nicht genügend Beweise für die Existenz einer Sicherheitslücke.
/ Julius Stiebert
13 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das Gerücht tauchte unter anderem in einem Forum(öffnet im neuen Fenster) auf. Dort berichtet ein Administrator von einer kritischen Sicherheitslücke in der OpenSSH(öffnet im neuen Fenster)-Version 4.3, die in RHEL und dem darauf basierenden verwendet wird. Diese Version ist bereits einige Jahre alt, die Red-Hat-Entwickler pflegen diese Versionen in ihren Enterprise-Produkten jedoch in der Regel über einen langen Zeitraum und portieren Sicherheitsaktualisierungen zurück.

Auf verschiedenen Seiten gibt es Protokolle eines Angriffs(öffnet im neuen Fenster), bei dem über den SSH-Port 22 Zugriff auf ein RHEL-5.3-System erlangt wird.

Auf eine Anfrage eines Red-Hat-Mitarbeiters(öffnet im neuen Fenster) auf der OpenSSH-Mailingliste antwortete OpenSSH-Programmierer Damien Miller(öffnet im neuen Fenster), er verfüge über keine geheimen Informationen. Er habe Kontakt mit einem Opfer des möglichen Zero-Day-Exploits. Millers Analyse habe jedoch nicht bestätigt, dass der Angriff etwas mit SSH zu tun habe. Vielmehr deute einiges auf eine simple Brute-Force-Attacke hin. Er sei nicht überzeugt, dass ein Zero-Day-Exploit existiere, so Miller weiter. Der einzige Beweis seien neben den Gerüchten bisher die nicht überprüfbaren Protokolle der Angriffe.

Auch das SANS-Institut sieht noch keinen Beweis für den Zero-Day-Exploit(öffnet im neuen Fenster). Bei SANS gingen derweil Hinweise ein, dass die noch unbekannte Sicherheitslücke tatsächlich existiere und aktuelle OpenSSH-Versionen nicht betreffe. Nähere Informationen dazu sollen angeblich auf der Black-Hat-Sicherheitskonferenz(öffnet im neuen Fenster) öffentlich gemacht werden. Die Konferenz findet vom 25. bis 30. Juli in Las Vegas statt. Doch bisher ist auch das nur ein Gerücht – der Exploit-Code selbst liegt dem SANS-Institut nicht vor.


Relevante Themen