Spieletest: Tales of Monkey Island - die Wal-Schrei-Episode
Launch of the Screaming Narwhal spielt fast ausschließlich auf der Insel Flotsam Island - einem verlassen Eiland, von dem es wegen mysteriöser Gegenwinde kein Entkommen gibt. Guybrush muss trotzdem einen Weg finden, und das geht nur mit dem Segelschiff "Screaming Narwhal". Bis es so weit ist, muss er allerdings eine Karriere als Reporter absolvieren, einen Wald erkunden und andere Aufgaben lösen. Die sind anfangs noch recht unspektakulär und einfach - und teils sogar etwas nervig, etwa wenn Guybrush im Dschungel den richtigen Pfad zu einem Schatz finden muss. Im Spielverlauf kommen aber einige originelle Stellen, bei denen sich die Designer tatsächlich Neues und Überraschendes einfallen haben lassen. Für die vorliegende erste Episode von Tales brauchen Adventurefans geschätzte vier Stunden - und bekommen zum Abschluss einen gelungenen Cliffhanger präsentiert...
Tales of Monkey Island ist im Internet bei Hersteller Telltale Games erhältlich. Sie lässt sich nur im Paket mit den weiteren Folgen kaufen, was rund 35 US-Dollar kostet. Die weiteren Episoden sollen im Monatsrhythmus ebenfalls als Download erscheinen. Anfang 2010 will Telltale eine DVD mit dem Gesamtspiel anbieten. Wer Tales of Monkey Island bereits im Internet gekauft hat, soll den Silberling kostenlos bekommen, muss aber doch Portogebühren für den Versand aus den USA bezahlen. Die USK hat das Spiel nicht geprüft, weil es nur online verfügbar ist - nach Einschätzung von Golem.de sollte es weder Kinder noch Jugendliche ab zwölf Jahren allzu stark gefährden.
Bislang gibt es keine Version mit deutscher Sprachausgabe oder Menütexten. Die englischen Stimmen reden teils recht schnell und machen viele Wortwitzchen - allerdings lassen sich englische Untertitel einblenden, was das Verständnisproblem etwas entschärft.
Das Programm benötigt Windows XP oder Vista, einen Hauptprozessor ab 2 GHz und mindestens 512 MByte RAM. Die Grafikkarte muss über 64 MByte Ram verfügen und kompatibel zu DirectX ab Version 8.1 sein. Auf der Festplatte belegt Monkey Island rund 300 MByte. Im Test lief das Programm sehr stabil, allerdings reagierte der Mauszeiger auf einigen Systemen seltsam träge - was sich auch über die Optionen nicht verändern lässt - und an manchen Stellen kam es zu starken Schwankungen bei der Bildwiederholrate. Eine kostenlose Demoversion ist auf der Monkey-Island-Webseite von Telltale erhältlich.
Fazit
Monkey Island ist eine der großen Adventurelegenden. Dem wird "Tales" in der bislang veröffentlichten "Launch of the Screaming Narwhal"-Episode nur zum Teil gerecht. Gut gelungen ist die Handlung und im Großen und Ganzen auch der Humor. Die ersten Rätsel hingegen enttäuschen, erst spät schwingt sich das Knobelniveau so hoch, dass Klabautermänner freiwillig an Bord bleiben. An den Magersucht-Look des neuen Guybrush müssen sich Monkey-Island-Veteranen allerdings erst gewöhnen - warum sieht der nicht aus wie in früheren Spielen, vorzugsweise den ersten beiden?
"Kielholen" sollte es bei Technik und Steuerung heißen: Teilweise wirkt das Programm wie von Amateuren zusammengeschraubt. Da schwankt die Bildwiederholrate wie ein Segelboot im Sturm, Animationen sehen aus wie mit dem Säbel gezeichnet. Und auch die Bedienung lässt viele Piratenwünsche offen, insbesondere die nach einer Objekthervorhebe-Taste. Insgesamt überwiegen die Stärken zwar, aber die Monkey-Island-Reihe hätte deutlich mehr verdient als diese halbgute Fortsetzung.
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@Mee Ich bin genau deiner Meinung, die 3D Grafik passt durchaus, ist nicht...
Der Thread ist schon eine Weile alt, aber das muss ich jetzt noch mal loswerden. An die...
Also ich spiele auch sehr viele Adventures und ich muss sagen als man die lösungen noch...