Test: Medion E1312 - zwischen Netbook und Subnotebook (Upd)
Benchmarks
Der Sempron U210 ist der kleine Bruder des Athlon Neo MV-40, den AMD für "CULV"-Notebooks anbietet. Diese Rechner mit Prozessoren mit "Consumer Ultra-Low Voltage" haben die Chiphersteller als Lücke zwischen Netbooks und Subnotebooks ausgemacht. Gegenüber dem MV-40 bietet der U210 zwar nur 100 MHz weniger Takt, aber auch einen auf 256 KByte halbierten L2-Cache.
Gravierender ist, dass sich der Prozessor laut CPU-Z nicht heruntertakten kann. Das Tool ordnet ihn je nach Version einer anderen Familie, aber der gleichen Architektur zu. Der Prozessor läuft ständig mit 1,5 GHz. Wie AMD Golem.de erklärte, sind diese Angaben von CPU-Z korrekt. Die Stromsparmechanismen der Plattform sollen in der Northbridge und dem integrierten Speichercontroller stecken, die ihren Takt senken können. Weder mit CPU-Z noch dem AMD-Programm "Overdrive" ist das auf dem 210U aber nachweisbar.
Sowohl in synthetischen Tests wie Cinebench R10 oder 3DMark06 als auch bei den Anwendungsmessungen ist der Sempron etwas schneller als ein Atom N270, aber auch langsamer als der Neo MV-40. Dass er beim Konvertieren von Raw-Fotos ins TIFF-Format sogar den größeren AMD-Prozessor schlägt, dürfte an Windows XP liegen: Damit sind konkurrierende Dateioperationen immer noch etwas schneller als unter Windows Vista, das mit dem HP Pavilion dv2 mit dem Neo-Prozessor geliefert wird.
In der Praxis fühlt sich das E1312 trotz des im Vergleich auch mit billigsten Dual-Cores langsamen Sempron recht flott an. Das liegt vor allem an Windows XP, das nicht so stark auf Mehrkernprozessoren angewiesen ist wie Vista. Das HP Pavilion dv2 mit doppelt so viel Speicher und leicht schnellerer CPU reagiert unter Vista dagegen geradezu schlafmützig auf Benutzereingaben.

Diese Bausteine stecken im E1312
Dabei ist die Hitachi-Festplatte des Medion E1312 mit maximal 65 MByte pro Sekunde nicht eines der schnellsten Laufwerke, und auch die anderen Schnittstellen hinken dem Stand der Technik hinterher. Die ATI-Chipsätze werden oft für ihre geringe USB-Transferleistung gescholten, auch wenn aktuelle Bausteine der Marke nicht mehr so langsam sind. Der bereits zweieinhalb Jahre alte X1250 erreichte jedoch nur maximal 18,2 MByte/s mit einem USB-Stick von Corsair, der sonst mühelos über 30 MByte/s schafft.
Besser ist da schon der Cardreader von Ricoh, der mit "Extreme III"-Karten von Sandisk sowohl in den Formaten SD als auch Memory Stick Pro Duo über 20 MByte/s erzielte. Den USB-Cardreader lässt man mit dem Medion also besser zu Hause, sofern die eigenen Karten in den Slot des Rechners passen. Firewire für schnellere Lesegeräte besitzt das E1312 nicht. SD-Karten stehen aber rund drei Millimeter aus dem Gehäuse - bevor man den Rechner in eine Tasche steckt, sollte man sie entfernen, um Beschädigungen zu vermeiden.
Nicht so schnell wie das Medium arbeiten WLAN und Fast-Ethernet. Über das 100-MBit-Kabel kamen aus Windows-Freigaben nur 6,2 MByte/s, und durch die Luft mit 802.11g (54 MBit) auf zwei Meter Distanz nur 2,1 MByte/s. Die verwendeten Realtek-Bausteine zählen eben zu den günstigeren Vertretern.
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Hi! Und welche DSDT-Tabelle hast du dir für Linux gebaut? Ich schaffe es leider nicht...
Kann man das display abmontieren oder nicht? Woher weiß der tester, dass die scheibe vor...
Stimmt! ab 27.8.09 Siehe www.aldi.de oder www.meinmedionakoyaminie1312.blogspot.com
Unter Windows kann man mit dem kostenlosen Tool RMclock auf dem E1312 die PowerNow...