Test: Medion E1312 - zwischen Netbook und Subnotebook (Upd)

Nur ein bisschen HD, das aber problemlos

Der HDMI-Port lässt das E1312 als günstigen HD-Abspieler erscheinen - im Fernseher-Jargon gilt das aber nur für "HD ready". Die Grafik des X1250-Chipsatzes kann nur MPEG-2 beschleunigen, und von MPEG-4 nur einige wenig Rechenleistung erfordernde Teilfunktionen. In der Praxis bedeutet das: Auch mit einem externen Blu-ray-Laufwerk lassen sich die angesagten Scheiben nicht flüssig wiedergeben.

Statt des vorinstallierten PowerDVD 8, das keine Blu-rays decodieren kann, installierten wir PowerDVD 9 Ultra. Bei der Disc "No Country for Old Men" gab es nur wechselnde Standbilder und häufig unterbrochenen Ton. Selbst als Notlösung macht das keinen Spaß. Videos mit 1.920 x 1.080 Pixeln sind nicht die Sache des Medion, was sich auch mit einer WMV9-Datei in dieser Auflösung zeigte, auch dieser Clip ruckelte stark.

Videos in 720p (1280 x 720 Pixel) gab das Gerät sowohl als WMV9 und DivX flüssig wieder. Das gleiche Ergebnis stellte sich bei einer Fernsehaufnahme aus den HD-Showcases von "Eins Festival" ein, die in 720p50 gesendet werden. Bei diesen Tests betrug die Prozessorauslastung jedoch stets über 90 Prozent, so dass 720p-Videos mit besonders hohen Bitraten das E1312 doch noch überfordern könnten.

Gewohnt problemlos zeigte sich die ATI-Grafik beim Anschluss an einen Full-HD-Fernseher über HDMI. Der zweite Bildschirm - das Notebookdisplay blieb nach dem Anstecken an - wurde sofort in seiner nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln betrieben. Zudem lässt sich der "Overscan", ein Relikt aus der analogen Fernsehwelt, im Catalyst-Treiber regeln oder ganz abschalten. Beherrscht der Fernseher eine pixelgenaue Darstellung, so ergibt sich so viel Schärfe wie bei PC-Monitoren.

Das Hochskalieren der verwendeten 720p-Videos kostet am HD-Fernseher aber noch das letzte Quäntchen Rechenleistung der Grafiklösung im E1312, so dass manche Clips ins Stocken kamen. Das lässt sich aber durch einen Betrieb des externen Bildschirms in 1.280 x 720 Pixeln verhindern, sofern der Fernseher dafür eine Skalierungsoption auf die volle Schirmfläche bietet - bei den meisten Geräten ist das der Fall. Eine weitere mögliche Anwendung für den HDMI-Port ist das Vorführen von Fotos auf HD-Fernsehern.

Für modernste Spiele taugt die X1250-Grafik zudem auch nicht, sie beherrscht nur DirectX-9 mit Shader Model 3.0, aber kein DirectX-10. Der Baustein wurde bereits Anfang 2007 auf den Markt gebracht. In der Leistung ist er dennoch dem allgegenwärtigen 945GM-Chipsatz (Grafikkern GMA950) der Atom-Netbooks deutlich überlegen. Aktuelle integrierte Grafik wie Nvidias Geforce 9400M ist aber je nach Anwendung noch einmal zwei- bis dreimal schneller.

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tig0neg 21. Mär 2010

Hi! Und welche DSDT-Tabelle hast du dir für Linux gebaut? Ich schaffe es leider nicht...

martin0reg 11. Nov 2009

Kann man das display abmontieren oder nicht? Woher weiß der tester, dass die scheibe vor...

KarlderMittlere 22. Aug 2009

Stimmt! ab 27.8.09 Siehe www.aldi.de oder www.meinmedionakoyaminie1312.blogspot.com

Beta1974 13. Aug 2009

Unter Windows kann man mit dem kostenlosen Tool RMclock auf dem E1312 die PowerNow...



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