eBay macht gegen Edelmarkenblockade Druck auf EU

E-Commerce-Konzern will Gesetzesänderung erreichen

Das Onlineauktionshaus eBay will auch im Premium- und Luxusbereich punkten, der von Herstellern stark kontrolliert wird. Dafür ruft der US-Konzern nun zum Sturm auf die EU-Kommission, die die Gesetze ändern soll.

Artikel veröffentlicht am ,

In dieser Woche schreibt eBay per E-Mail seine aktiven Nutzer in Europa an und bittet sie, eine Petition gegen Beschränkungen des Onlinehandels von Markenware zu unterzeichnen. Damit will der unter der Weltwirtschaftskrise leidende E-Commerce-Konzern bei der EU-Kommission Druck machen, um endlich die Blockade der teuren Marken zu durchbrechen. Diese wollen verhindern, dass ihre mit milliardenschweren Werbekampagnen aufgebauten Marken im Internet verramscht werden.

Für den Verkaufsplattformbetreiber eBay ist die Sache dagegen klar: "Verbraucherfeindliche Methoden einiger Markenhersteller" machten Schnäppchenjägern einen Strich durch die Rechnung. Fast jedem zweiten Onlinehändler (46 Prozent) in Deutschland wurde der Verkauf von Edelmarken über das Internet bereits von Herstellern untersagt, will das Unternehmen in einer Studie herausgefunden haben.

Die EU soll die entsprechende Gesetzgebung überarbeiten, die relevanten europäischen Rechtsvorschriften werden in diesem Jahr überprüft.

Wolf Osthaus, Rechtsexperte bei eBay in Deutschland: "Es darf Herstellern grundsätzlich nicht gestattet sein, einen Verkauf ihrer Produkte über das Internet pauschal zu verbieten. Herstellern sollte es beispielsweise generell untersagt sein, darauf zu bestehen, dass Interneteinzelhändler über ein Ladengeschäft verfügen müssen. Außerdem müssen Verbraucher die Möglichkeit haben, online Artikel weiterzuverkaufen, die sie rechtmäßig erworben haben." EBay wolle klare Regeln und Rechtssicherheit.

Nerses Chopurian, Sprecher eBay Deutschland, mahnt zudem an, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Markenhersteller den Preis- und Produktwettbewerb im Internet nicht unrechtmäßig einschränken dürften.

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tazZ 17. Sep 2009

freier markt... der markenhersteller hat seine ware schon verkauft. was der andere mit...

tazZ 17. Sep 2009

wenn man markenartikel nicht mehr verkaufen dürfte, dürfte man ja praktisch nichts mehr...

M.Wolf 08. Jul 2009

Wer hat denn an einer solchen so genannten "Gesellschaft" Interesse (ich mein jetzt...

Martin F. 07. Jul 2009

Es geht auch um im außereuropäischen Ausland erworbene Originalware.



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