Intels Core-i5-Nachfolger "Sandy Bridge" soll fertig sein

Neben Grafik und Speichercontroller ist auch die "Power Control Unit" (PCU), die bereits der Core i7 besitzt, weiterhin Teil der CPU. Dazu kommt mit Sandy Bridge dann aber noch gleich der PCI-Express-Bus. Der Chipsatz, der schon mit Core i5 und Core i3 nur noch aus einem Baustein bestehen kann, bekommt damit immer weniger zu tun. Trotz dieser Integration des halben Mainboards auf dem Die des Prozessors soll Sandy Bridge nur eine TDP von 85 Watt aufweisen.

Das wäre ein Fortschritt, denn bei geringerer Integrationsdichte heizen die Core i7 als erste Vertreter einer neuen Intel-Architektur mit 130 Watt TDP. Fraglich ist noch, was die 6-Kern-Versionen von Sandy Bridge benötigen sowie die ebenfalls durch inoffizielle Roadmaps spukenden Ausgaben mit 16 MByte L3-Cache. Als Taktfrequenzen für die Kerne von Sandy Bridge schätzt Canard PC 2,8 bis 3,4 GHz - auch hier gibt es wie beim Speicher kein Wettrennen mehr, größere Leistung kommt wie schon seit Jahren aus mehr Kernen und Verbesserungen der Architektur. Den Takt können die Intel-Prozessoren zudem per Turbo-Boost dynamisch nach oben regeln.

Für Selbstbau-Fans und Aufrüster gibt es eine gute Nachricht aus den nicht genannten Quellen von Canard PC: Der mit dem Core i5 eingeführte Sockel LGA 1156 soll auch bei Sandy Bridge Verwendung finden. Damit würde Intel wie schon bei Pentium 4 D bis Core 2 Quad über drei Generationen hinweg den Sockel nicht wechseln. Ob sich Core i5 (Nehalem), Westmere und Sandy Bridge aber in den 2009 erwarteten Mainboards betreiben lassen, ist damit keineswegs sicher. Intel behält oft die Mechanik des Sockels bei, ändert aber Belegungen und Spannungsversorgungen.

Da es schon ein angebliches Bild des Dies von Sandy Bridge gibt, muss der Prozessor wohl in einem ersten Stepping existieren. Laut Canard PC erfolgte das "Tape Out", der Beginn der Produktion von ersten Mustern, schon im Juni 2009. Von diesem Moment bis zur Serienprodukten vergehen im Prozessorgeschäft sechs bis zwölf Monate, wenn keine größeren Schwierigkeiten mit Design oder Fertigung auftreten.

Sofern die nicht bestätigen Angaben der französischen Webseite stimmen, kann Intel für die kommenden zwei Jahre seinen Prozessorfahrplan in aller Ruhe abarbeiten. Die Frage ist nur, ob AMD noch rechtzeitig kontern kann und wie die PC-Hersteller auf das Stakkato an neuen Prozessoren reagieren werden. Den Kunden jedes Jahr eine vermeintliche Prozessorinnovation schmackhaft zu machen, könnte immer schwieriger werden.

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