Nudelsuppe vom Kochroboter

Automatisch zubereitete Speise mit 40 Millionen Geschmacksrichtungen

Der Besitzer eines Nudelrestaurants in Japan hat einen Roboter konstruiert, der Nudelsuppe zubereitet. Auf dem Computer stellt sich der Gast die Geschmacksrichtung selbst zusammen. Der Roboter würzt die Suppe nach diesen Vorgaben.

Artikel veröffentlicht am ,

Roboter am Arbeitsplatz sind kaum mehr eine Nachricht wert, in vielen Industriebetrieben schweißen, lackieren, messen und stapeln sie. In der Gastronomie sind sie bisher die Ausnahme. Aber in Minami-Alps auf der japanischen Hauptinsel Honshu bereitet in Yoshihira Uchidas Nudelküche "Momozono Robot Ramen" ein Roboter die Ramen genannte Nudelsuppe zu, berichtet die Tageszeitung Mainichi Shimbun.

 
Video: Der Kochroboter bei der Arbeit

Die Fertigung der Nudelsuppe ist eine Kooperation von Mensch und Roboter: Der menschliche Koch ist für die Zubereitung der Nudeln zuständig, während der Roboter die Suppe anrichtet. Das soll es dem Gast ermöglichen, eine Suppe genau nach seinem eigenen Gusto zu bekommen.

Individuelle Geschmacksnote

Der Gast gibt seine Bestellung an einem Computer auf, an dem er genau angeben kann, wie viel Salz, Sojasauce und andere Gewürze seine Suppe enthalten soll. Insgesamt könne der Gast unter 40 Millionen verschiedene Aromenkombinationen auswählen, sagte Uchida der Zeitung. Der Roboter bereitet nach diesen Vorgaben die Suppe, die er dann per Förderband an seinen menschlichen Kollegen weiterreicht, der die Nudeln hinzu gibt und das Gericht garniert. Nach nur zwei Minuten bekomme der Gast seine Suppe serviert. Das sei schneller als die Zubereitung einer Instantsuppe aus der Tüte, die drei Minuten dauere, so die Zeitung.

Den Suppenroboter hat Restaurantbesitzer Uchida selbst konstruiert. Die Idee dazu kam ihm, als nach der Eröffnung seines Nudelrestaurants vor zehn Jahren einige seiner Freunde sein Ramen als zu würzig bezeichneten, während sich andere einen stärkeren Geschmack wünschten.

Suppe ohne Aroma

Bevor er Roboterbauer wurde, hatte Uchida an Verpackungsmaschinen bei einem Lebensmittelhersteller gearbeitet. Noch während seiner dortigen Beschäftigung eröffnete er nebenher ein eigenes Restaurant. 2003 begann der jetzt 60-Jährige mit der Konstruktion des Roboters, im November 2008 war er fertig. Allerdings bedurfte es noch einiger Feineinstellungen, um Fehler wie Suppen ohne Geschmack oder durch verschüttete Suppe verursachte Computerabstürze zu vermeiden.

Uchidas nächstes Ziel ist es, dass der Roboter die Nudeln auch hinzu gibt und die Suppe garniert. Außerdem stellt er sich vor, dass seine Erfindung in Zukunft in Serienfertigung gehen soll.

Sein Interesse an Elektronik sei schon in der Grundschule geweckt worden, so Uchida. An der Universität habe er sich dann auf dieses Gebiet spezialisiert.

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keintext 07. Jul 2009

k.T.

Streuner 07. Jul 2009

Suppen aus dem Automaten gibt es in Deutschland genauso. Überwiegend an größeren...

einInformatiker 07. Jul 2009

ist gleich dabei^^

Nihon jin 06. Jul 2009

Sorry, aber weder in meiner Misosuppe, noch Udon, noch Ramensuppe kommt Glutamat, noch...



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