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Tagung Online- und Spielesucht - Blizzard verweigert sich

Bei Jahrestagung der Drogenbeauftragten stand World of Warcraft im Mittelpunkt

Wie gefährlich sind Online- und Spielesucht? Um diese Frage ging es bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Kein anderes Programm stand dabei so im Mittelpunkt von Kritik und Diskussion wie World of Warcraft - ausgerechnet dessen Hersteller Blizzard verweigerte sich dem Dialog.

Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Normalerweise geht es bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung um stoffgebundene Substanzen - Haschisch, Heroin, Alkohol und Zigaretten. Am Freitag, 3. Juli 2009 war das anders: Da ging es auf Initiative von Sabine Bätzing um das Thema "Internet und Computerspiele - Wann beginnt die Sucht?" Daran, dass es sich dabei ihrer Meinung nach um problematische, möglicherweise krankhafte Abhängigkeiten handelt, ließ Bätzing in ihrer Eröffnungsrede keinen Zweifel: Diese Frage habe die Wissenschaft längst geklärt. Nun geht es um die Details: Etwa um die Frage, wie die Onlinespielesucht definiert werde und schlicht wie groß das Problem sei - so hielten skandinavische Forscher rund 1,3 Prozent der Nutzer für gefährdet, asiatische rund 17 Prozent.

Bätzing, seit 2005 im Amt der Drogenbeauftragten, ging in ihrer Rede auf die beliebtesten Spiele ein: Auf Platz 1 der Top Ten der Männer stehe mit großem Abstand Counterstrike - aber aus Suchtperspektive sei das weniger interessant. Dann folgten Fifa, Need for Speed und GTA. Erst auf Rang 5 werde es interessant: Da befände sich das Onlinerollenspiel World of Warcraft - das in einer Hitliste, die nach dem Abhängigkeitspotenzial geordnet ist, unangefochten auf Platz 1 stehen müsste. "Aus meiner Sicht ist es absolut nicht nachvollziehbar", so Bätzing mit Blick auf laufende Diskussionen unter Jugendschützern, "dass dieses Spiel ab 12 freigegeben ist". Sie berichtete, dass Blizzard im Vorfeld der Jahrestagung eingeladen wurde, sie aber von der Firmenzentrale in den USA eine Absage erhalten habe.

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Auf World of Warcraft (WoW) kam die Diskussion immer wieder - es stand eindeutig im Mittelpunkt. Auch der Kriminologe Christian Pfeiffer sprach über WoW. Er forderte, dass Wissenschaftler Kriterien aufstellen sollen, anhand derer Jugendschützer - etwa der USK - festlegen können, ob ein Spiel Elemente enthält, die zur Sucht führen könnten.

Außerdem will Pfeiffer, dass die bestehenden Gesetze so geändert werden, dass bei Onlinespielen die Jugendfreigaben unter Vorbehalt vergeben werden - wenn man dann nachträglich feststelle, dass ein Spiel verstärkt zu Abhängigkeiten führe, könne man die Altersgrenze nachträglich erhöhen. Des weiteren verlangt er von der Spieleindustrie eine Abgabe von 20 Cent pro verkauftem Spiel - mit den so nach seiner Angabe insgesamt 8 Millionen gesammelten Euro solle Forschung gefördert werden.

Tagung Online- und Spielesucht - Blizzard verweigert sich 

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zumsel 30. Aug 2009

warum riechen alleine schon der titel der veranstaltung zeigt wer hingerichtet werden...

Lanny 09. Jul 2009

"Teils. Es gibt Kinder dies machen einen solchen Aufstand wo manche Eltern dann selbst...

Assilsa 08. Jul 2009

Das ist mal wieder sowas von Typisch... Die Politiker in Deutschland ham alle sowas von...

Monitorklopfer 06. Jul 2009

Mein Kollege hier meinte, er würde gerne trotz des Nagetiervergleichs ihr gesicht...

redwolf 06. Jul 2009

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