Trotz 4770-Knappheit: ATI-Chips weiterhin von TSMC

AMD bleibt bisheriger Foundry treu

Obwohl AMD mit seinen als "Globalfoundries" ausgelagerten Fabriken langfristig eine Alternative zu TSMC hat, werden die hauseigenen Grafikprozessoren weiterhin in Taiwan gefertigt. Dies gab AMD-Vize Rick Bergman in einem Interview an.

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Gegenüber dem Inquirer sagte Bergman: "Wir arbeiten seit 10 Jahren mit TSMC zusammen, und sie sind immer noch unser primärer Fertigungspartner". Langfristig brauche man aber mehrere Unternehmen, bei denen die Chips von AMDs Grafiksparte ATI gefertigt werden. Auch Vertreter von Globalfoundries hatten gegenüber Golem.de mehrfach betont, dass man die Aufträge für ATI-Chips gerne hätte.

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Wie Rick Bergman nun aber in seinem Gespräch mit dem Inquirer angab, ist ein kompletter Wechsel auf absehbare Zeit nicht geplant. Das Prinzip, das Risiko auf möglichst viele Schultern zu verteilen, gilt also auch in diesem Fall.

Wie wichtig das ist, zeigte sich erst jüngst mit der Radeon HD 4770, deren GPU (RV740) der erste Grafikchip mit 40-Nanometer-Strukturen ist. Bergman gab gegenüber dem Inquirer unumwunden zu, dass TSMC nicht so viele GPUs in dem neuen Prozess herstellen konnte, wie AMD hätte verkaufen können. Die Karte ist seit ihrer Vorstellung Ende April 2009 kaum zu bekommen.

Dass das passieren könnte, sei AMD aber bewusst gewesen, sagte Bergman. Deshalb sei man auch nicht besonders sauer auf TSMC. Unbestätigten Angaben zufolge soll TSMC aber wegen der schlechten Ausbeute der RV740-GPUS sogar Ausgleichszahlungen an AMD geleistet haben.

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