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Kühlung in Rechenzentren ist oft Energieverschwendung

"Wir haben mit Green IT ja noch gar nicht angefangen". Der IT-Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hat die grüne Schönfärberei, das sogenannte "Green Washing", in Rechenzentren kritisiert. Wer meist menschenleere Serverhallen auf Zimmertemperatur abkühle, könne nicht von Green IT reden, sagte Hans-Joachim Popp.
/ Achim Sawall
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Der CIO des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Hans-Joachim Popp, meint, Nachhaltigkeit in der Informationstechnologie stehe noch ganz am Anfang. "Wir haben mit Green IT ja noch gar nicht angefangen" , sagte er dem Magazin CIO(öffnet im neuen Fenster) .

In Rechenzentren würde immer noch gekühlt wie zu Zeiten des Heim-PCs. "Ein Physiker, der die Historie der Rechnersysteme nicht kennt, kratzt sich am Kopf, wenn er die heutigen Lösungen sieht."

PCs hätten sich zu Servern entwickelt, die nun in Rechenzentren stünden. Doch die Zeiten, in denen die Administratoren direkt vor den Konsolen saßen, seien vorbei. Die Server stünden längst in meist menschenleeren Hallen. "Die Temperaturen sind aber nach wie vor auf Zimmerniveau. Dabei halten die Komponenten ganz andere Werte aus. Aus der gleichen Historie stammt die heute noch übliche Kühltechnik auf Luftbasis - ein denkbar ungeeignetes Medium für diesen Zweck."

Es sei möglich, dass künftig auf das Kühlen der Rechenzentren verzichtet werde. Zumindest werde die Abwärme viel gezielter transportiert werden und andere Kühlmedien genutzt werden. Das sogenannte "Free Cooling" sei ein starker Trend. Free Cooling nutzt in der kühleren Jahreszeit die niedrigen Außentemperaturen zur kostengünstigen Herstellung von Kälte.


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