Studie: Open-Source-Lizenzierung wird vielfältiger

MS-PL unter den zehn meistgenutzten Lizenzen

Gegenüber 2008 hat sich die Zahl der Projekte, die ihre Software unter der GNU General Public License v3 (GPLv3) lizenzieren, vervierfacht. Allgemein wird die Wahl der Open-Source-Lizenzen vielfältiger. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des US-Unternehmens Black Duck.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Black Duck bietet Software zum Lizenzmanagement an und beobachtet die Verbreitung von Open Source und entsprechenden Lizenzen. Den aktuellen Statistiken zufolge ist die GPLv2 immer noch die meistgenutzte Lizenz. Das größte Wachstum verbucht hier allerdings die GPLv3. Black Duck zählt hier 9.500 Projekte, die die Lizenz nutzen. 2008 erfasste das Unternehmen noch 2.345 Projekte. Die GPLv3 ist damit auf Platz fünf der zehn am häufigsten genutzten Lizenzen.

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Die GPL-Lizenzen werden derzeit von mehr als 65 Prozent der Open-Source-Projekte verwendet. Allerdings lag der Anteil 2008 trotz des nun hohen Wachstums bei der GPLv3 noch bei 70 Prozent. Dies zeigt laut Black Duck, dass die Open-Source-Lizenzierung 2009 vielfältiger ist als noch im Vorjahr. So findet sich die Microsoft Public License (MS-PL) jetzt auf Platz zehn unter den zehn meistgenutzten Open-Source-Lizenzen mit knapp 1 Prozent Anteil.

Nach der GPL und der LGPL belegt die Artistic License laut Black Duck mit gut 8,7 Prozent Platz drei, gefolgt von der BSD-Lizenz mit 6 Prozent. Auch die Apache-Lizenz 2.0, die MIT-Lizenz und die Mozilla Public License 1.1 (MPL) sind in der Liste vertreten.

Entwickler könnten aus über 1.500 unterschiedlichen Open-Source-Lizenzen wählen und damit Lizenzen finden, die ihrer Intention entsprechen, so Peter Vescuso von Black Duck. Viele Entwickler wählten Lizenzen, die weniger restriktiv sind, so Vescuso. Außerdem zeichne sich ab, wie Open-Source-Lizenzen genutzt werden, um Geschäftsmodelle zu unterstützen. Viele Unternehmen änderten ihre Lizenzierung von reiner Open-Source-Lizenzierung oder Dual-Lizenzierung hin zum "Open-Core"-Ansatz. Dabei ist der Kern des Produktes frei verfügbar und das Unternehmen bietet kommerzielle Erweiterungen an, mit denen es Geld verdient.

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