Pirate Bay wird verkauft

Das börsennotierte Unternehmen Global Gaming Factory X (GGF) kauft die Website The Pirate Bay für 30 Millionen Schwedische Kronen in bar sowie 30 Millionen Kronen in Aktien, was insgesamt rund 5,5 Millionen Euro entspricht.
GGF kauft zugleich für rund 100 Millionen Schwedische Kronen (rund 9,1 Millionen Euro) das Unternehmen Peerialism(öffnet im neuen Fenster) , ein Entwickler von P2P-Technik, das seine Wurzeln im KTH Royal Institute of Technology(öffnet im neuen Fenster) und Swedish Institute of Computer Science(öffnet im neuen Fenster) hat. Peerialism hat eine P2P-Streaminglösung zur Verbreitung von Videos entwickelt.
Nach Abschluss der Übernahme im August 2009 will GGF die Peerialism-Technik in Pirate Bay integrieren und neue Geschäftsmodelle einführen, die Inhalteanbietern und Rechteinhabern eine Kompensation einbringen sollen. Konkrete Details verriet GGF dazu noch nicht.
Das Unternehmen betreibt ein Netz von Internetcafés und bietet mit seinen Töchtern Smartlaunch(öffnet im neuen Fenster) und CyberCafePro(öffnet im neuen Fenster) Software zur Verwaltung von Internecafés an.
Das bisherige Pirate-Bay-Team will den Erlös in eine Stiftung einbringen, die sich um freie Meinungsäußerung, Informationsfreiheit und Offenheit des Netzes kümmern soll. Zudem wollen sie sich verstärkt politischen Themen widmen.
Noch müssen aber einige Hürden genommen werden, damit es wirklich zur Übernahme kommt: GGF muss zunächst die Finanzierung sicherstellen, die Aktionäre müssen dem Plan zustimmen und der Aufsichtsrat des Unternehmen sicher sein, dass die Einkäufe legal genutzt werden können.



