Toyota entwickelt gedankengesteuerten Rollstuhl

Signalverarbeitung erfolgt beinahe in Echtzeit

Toyota hat ein Steuersystem entwickelt, das es erlaubt, einen Rollstuhl über eine Gehirn-Computer-Schnittstelle mit Gedanken zu steuern. Dabei ist den Entwicklern nach eigenen Angaben ein wichtiger Schritt in der Signalverarbeitung gelungen: Die Steuerung erfolgt fast in Echtzeit.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Autohersteller Toyota hat einen Rollstuhl entwickelt, den der Nutzer nicht mit seinen Händen, sondern mit seinen Gedanken steuert. Er trägt dazu eine Kappe mit Elektroden, die Gehirnströme erfassen und in Steuerbefehle umsetzen.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler C# .NET (m/w/d)
    Dentsply Sirona, The Dental Solutions Company(TM), Bensheim bei Darmstadt
  2. Professur (W2) für "Digitale Gesundheitsanwendungen und Medical Apps"
    Fachhochschule Dortmund, Dortmund
Detailsuche

Ein Computer analysiert die Gehirnströme und zeigt die Ergebnisse auf einem Bildschirm an. Das System nutzt dabei die Gehirnströme, die bei der Steuerung von Armen und Beinen entstehen. Mit seinen Gedanken kann der Nutzer den Rollstuhl fahren sowie nach rechts oder links lenken. Einzig anhalten kann er nicht durch denken. Dazu muss er eine seiner Wangen aufpusten. Die Bewegungen werden von der Datenkappe erkannt und in einen Bremsbefehl umgesetzt.

Nach Angaben von Toyota ist das System lernfähig. Das bedeutet, es passt sich den Charakteristika des jeweiligen Fahrers an und versteht ihn mit der Zeit immer besser. Die Genauigkeit gibt der Hersteller mit 95 Prozent an.

Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer Interface, BCI) sind nichts Neues. Der Fortschritt der Toyota-Entwickler liegt in der Signalverarbeitung: Durch eine Kombination von sehr effizienten Verfahren der Signaltrennung und -filterung dauert die Umsetzung der Gehirnströme in Steuersigale nur 125 Millisekunden. Das bedeutet, der Rollstuhl reagiert fast in Echtzeit auf die Gedankensteuerung. Bei anderen BCI-Systemen kann die Signalverarbeitung mehrere Sekunden in Anspruch nehmen.

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Toyota will das System jetzt zu einem kommerziellen Produkt weiterentwickeln. Bis dahin soll es noch weitere Befehle verarbeiten können. Dazu bedarf es leistungsfähigerer Elektroden als bisher. Außerdem erwägen die Forscher, noch weitere Gehirnwellen anzuzapfen.

Toyota betrachtet technische Lösungen für die Krankenpflege und den medizinischen Bereich, etwa in Form eines robotischen Rollstuhls, als wichtigen Zukunftsmarkt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


NetTraxX 01. Jul 2009

Die Antwort hast du dir ganz alleine ausgedacht, richtig? Vom gedankengesteuerten...

mic SZ 30. Jun 2009

Schäuble guckt geradeaus (in die "Bürgerliche Mitte") und der Rolli fängt an...

Broken rings 30. Jun 2009

http://www.youtube.com/watch?v=99CT3wQmiFU

pc.action-leser 30. Jun 2009

Zauberhaft :-)

Der Tastenmann 30. Jun 2009

Hmmm, der Autor sollte sich nochmal die Definition von "Echtzeit anschauen..."



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Resident Evil (1996)
Grauenhaft gut

Resident Evil zeigte vor 25 Jahren, wie Horror im Videospiel auszusehen hat. Wir schauen uns den Klassiker im Golem retro_ an.

Resident Evil (1996): Grauenhaft gut
Artikel
  1. Google: Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones
    Google
    Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones

    Wer Google Assistant am Kopfhörer benutzen will, ist künftig auf ein Android-Gerät angewiesen.

  2. Studie: Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren
    Studie
    Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren

    Nur eine sehr geringe Minderheit der Eltern will ihrem Kind erst mit 15 Jahren ein Smartphone zur Verfügung stellen.

  3. IT-Sicherheit: MI5-Expertin fordert gemeinsame Abwehr von Cyber-Gefahren
    IT-Sicherheit
    MI5-Expertin fordert gemeinsame Abwehr von Cyber-Gefahren

    Der britische Geheimdienst warnt vor staatlich unterstützen Cyberattacken und manipulativer Wahleinmischung durch fremde Staaten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Samsung Portable SSD T5 1 TB 84€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • EPOS Sennheiser GSP 670 199€ • EK Water Blocks Elite Aurum 360 D-RGB All in One 205,89€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8 GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) [Werbung]
    •  /