Abo
  • Services:

USA: Antivirensoftware darf Adware und Schadsoftware blocken

Hersteller verstoßen nicht gegen Kommunikationsgesetz

Ein Bundesberufungsgericht in den USA hat entschieden, dass die Hersteller von Antivirensoftware nicht gegen den Communications Decency Act (CDA) verstoßen, wenn ihre Programme Adware und andere Schadsoftware von Websites blockieren. Das geht aus einem vergangene Woche veröffentlichten Urteil hervor.

Artikel veröffentlicht am ,

Sieg für Kaspersky, lange Gesichter bei Zango. Das ist das vorläufige Endergebnis der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Adware-Hersteller Zango und dem Sicherheitsspezialisten Kaspersky Lab. Das Bundesberufungsgericht im Gerichtsbezirk West-Washington wies die Berufung von Zango gegen Kaspersky im Februar ab, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Urteilstext hervorgeht, zu finden etwa bei Wired.com.

Stellenmarkt
  1. MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Zango hatte Kaspersky wegen eines Verstoßes gegen das Kommunikationsgesetz (Communications Decency Act) von 1996 verklagt. Zango war darauf spezialisiert, Nutzern werbefinanziert Zugang zu Inhalten von Partnern wie Spiele- oder Videoanbietern zu geben. Die Nutzer mussten dazu Software von Zango installieren. Gegen Bezahlung konnten die Nutzer auch Zango-Software ohne Werbung für den Zugang zu den Inhalten bekommen.

Die Zango-Software wurde von verschiedenen Herstellern von Antivirensoftware als schädlich eingestuft. Im Ergebnis verhinderte die Antivirensoftware die Installation oder warnte zumindest davor, sie zu installieren. Kasperskys Sicherheitssoftware blockierte die Installation von Zangos Software. Der mittlerweile bankrotte Adware-Spezialist Zango sah seine Geschäfte bedroht und verklagte Kaspersky Lab.

Zangos Vorwurf lautete, Kasperskys Software würde unzulässig "in die Nutzung eines zum Download angebotenen Programms von Kunden einer Online-Medienfirma eingreifen". Kaspersky wehrte sich dagegen mit dem Verweis auf eine Schutzklausel im Kommunikationsgesetz von 1996, die es erlaubt, "anstößiges Material" zu ermitteln und zu blockieren.

Das zuständige Gericht erster Instanz entschied zugunsten von Kaspersky. Zur Begründung führte das Gericht an, dass Kaspersky als Anbieter eines "interaktiven Computerdienstes" Immunität genießen würde, wenn das Unternehmen den Zugang zu anstößigen Inhalten blockiert. Dieser Auffassung schloss sich auch das Berufungsgericht an.

Anbieter eines "interaktiven Computerdienstes" ist Kaspersky in den Augen der Richter deshalb, weil "die Kaspersky-Software so gestaltet ist, dass sie über das Internet mit Datenbanken und Aktualisierungsdiensten in Moskau kommuniziert". Die Nutzer können die Kaspersky-Software auch manuell dazu veranlassen, mit den Updateservern Verbindung aufzunehmen. Das genügt in den Augen der Richter, um den Buchstaben des Gesetzes zu entsprechen. Das sei dazu gedacht, "den Anbieter eines interaktiven Computerdienstes vor Klagen zu schützen, wenn der es einem Anwender erlaubt, Inhalte, die er oder der Provider als unangemessen einstuft, zu blockieren".

Einer der drei Berufungsrichter, Raymond C. Fisher, ergänzte das von Richterin Pamela Ann Rymer formulierte Urteil durch eine sogenannte zustimmende Meinung (englisch concurring opinion). Fisher warnt in seiner Meinung ausdrücklich davor, die Immunität von Diensteanbietern über den Rahmen hinaus auszuweiten, den das Gericht jetzt in seinem Urteil abgesteckt hat. Es würde "ernsthafte Probleme verursachen, wenn Anbieter von Sicherheitssoftware einen Freifahrtschein zum einseitigen Blockieren von Materialien erhalten würden". Diese könnten die Freiheit "in wettbewerbswidriger Weise" dazu nutzen, Inhalte von Konkurrenten zu blockieren. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. auf ausgewählte Corsair-Netzteile
  2. und 4 Spiele gratis erhalten

spanther 29. Jun 2009

Okay ^^ Naja ich kenne die aktuellen nich so direkt. Brauche ja keine :-)


Folgen Sie uns
       


Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live

Lara Croft steht kurz vor ihrer Metamorphose, Dragon Quest 11 und Final Fantasy 14 erblühen in Europa und zwei ganz neue Spieleserien hat Square Enix auch noch vorgestellt. Wie fanden wir das?

Square Enix E3 2018 Pressekonferenz - Live Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

    •  /