Wien bekennt sich zu Open Source

Kein Umstieg auf Linux beschlossen

Der Wiener Gemeinderat hat einen Antrag der SPÖ und der Grünen verabschiedet und beschlossen, den Einsatz freier Software in den städtischen Einrichtungen zu fördern. Auch eine bisher zurückgehaltene Studie soll jetzt veröffentlicht werden. Eine Entscheidung für die Migration auf Linux fiel jedoch nicht.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Beschlossen wurde unter anderem eine Informationskampagne für die EDV-Anwender der Stadt Wien. Sie sollen qualifiziert werden, falls die Entscheidung für den Einsatz freier Software auf den Systemen der Stadt fällt. Das teilten die Wiener Grünen mit.

Stellenmarkt
  1. SAP Basis Administrator (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Karlsruhe, Remote
  2. SAP Job - SAP BW / 4HANA Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, München
Detailsuche

Außerdem wird ein Förderwettbewerb zum Thema "Open Source Software für Wiener E-Government-Lösungen an Arbeitsplätzen aller Plattformen" ausgeschrieben. Dabei wird nach Forschungs- und Entwicklungsprojekten Wiener Unternehmen gesucht, die die Position der Stadt im Bereich E-Government weiter verbessern. Konkret sollen so plattformunabhängige Anwendungen gefördert werden, die die Kommunikation zwischen Bürgern und der Stadt verbessern.

Eine 2007 als rot-grünes Projekt durchgeführte Ausschreibung des Wiener Zentrums für Innovation und Technologie (ZIT) habe bereits das Innovationspotenzial lokaler IT-Unternehmen mit Open-Source-Schwerpunkt aufgezeigt, so die Grünen. Von den 13 damals zur Förderung empfohlenen Betrieben seien sechs als Open-Source-Projekte einzustufen. Für sie wurde die Hälfte des vergebenen Förderbudgets veranschlagt (640.000 Euro von insgesamt 1,4 Millionen Euro).

Open-Source-Studie soll veröffentlicht werden

Weiterhin wurde beschlossen, die zweite "Studie zu Open Source in der Stadtverwaltung" (STOSS 2) zu veröffentlichen. Die von der EDV-Abteilung MA14 durchgeführte Studie sollte als Basis für weitere Entscheidungen zum Einsatz von Linux und Open Source bei der Stadt Wien dienen. Ihre Veröffentlichung war ursprünglich für den Herbst 2008 angekündigt. Doch im April 2009 hieß es dann, die Studie solle nicht veröffentlicht werden. Die Studie sei ein "interner Arbeitsbehelf", in dem "wirklich heikle Punkte" angesprochen würden. Die Informationen zur Marktsituation sollten nicht an Mitbewerber gelangen. Einen offiziellen Veröffentlichungstermin gibt es laut dem Österreichischen Rundfunk (ORF) aber auch weiterhin nicht. Inoffiziell ist die Studie bereits seit Ende 2008 fertig.

Golem Karrierewelt
  1. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.12.2022, virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Die Veröffentlichung der Studie STOSS2 ist ein wichtiger Ausdruck von Transparenz", so die Wiener Gemeinderätin Marie Ringler (Grüne). Sie sieht den verabschiedeten Antrag als "klares Bekenntnis zur Stärkung von Linux und Open-Source-Software." Der Antrag beinhaltet zwar auch ein "eindeutiges Bekenntnis zu Herstellerunabhängigkeit", der Einsatz von Linux wurde hingegen nicht beschlossen. Bisher nutzt die Stadt Windows XP. Die Microsoft-Lizenzen laufen 2011 aus.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
40 Jahre nach dem Tod von Philip K. Dick
Die Filmwelten eines visionären Autors

Vor 40 Jahren starb Philip K. Dick. Das Vermächtnis des visionären Science-Fiction-Autors lebt mit vielen Filmen und Serien fort.
Von Peter Osteried

40 Jahre nach dem Tod von Philip K. Dick: Die Filmwelten eines visionären Autors
Artikel
  1. Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
    Cloudgaming
    Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

    Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
    Eine Analyse von Daniel Ziegener

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /