LinkedIn macht früheren Yahoo-Manager zum Chef

Geschäftskontakte-Plattform boomt in der Weltwirtschaftskrise

Nach sechs Monaten Unternehmenszugehörigkeit macht der Betreiber der Geschäftskontakte-Plattform LinkedIn den früheren Yahoo-Manager Jeff Weiner zum Firmenchef. Mitbegründer Reid Hoffman zieht sich - ein weiteres Mal - in den Aufsichtsrat zurück.

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Das Business-Netzwerk LinkedIn hat Jeff Weiner, derzeit Interimschef bei der kalifornischen Firma, zum neuen Vorstandsvorsitzenden benannt. Weiner kam im Januar 2009 ins Unternehmen. Er war zuvor bei den Venture-Capital-Firmen Accel Partners und Greylock Partners. Im Yahoo-Management war Weiner verantwortlich für Endkundenprodukte.

LinkedIn kann gerade in der Weltwirtschaftskrise, wo viele Menschen nach einem Job suchen, mehr Nutzer gewinnen. Weiner erklärte, dass sich gegenwärtig praktisch jede Sekunde ein neues Mitglied bei LinkedIn anmelde. Aktuell habe die Plattform 42 Millionen Mitglieder, 10 Millionen mehr als im Dezember 2008. Angaben dazu, wie viele der Nutzerkonten auch aktiv sind, macht das Unternehmen nicht.

"Ich glaube, LinkedIn hat enorme Zukunftschancen", sagte Weiner. "Wir waren im letzten Jahr profitabel, und wir sind auf dem besten Weg, in diesem Jahr profitabel zu sein." LinkedIn finanziert sich wie der Konkurrent Xing durch Onlinewerbung, Mitgliedsbeiträge, eine Jobbörse und zusätzliche kostenpflichtige Dienstleistungen. Im Juli 2008 erhielt die B2B-Kontaktbörse eine Finanzspritze in Höhe von 53 Millionen US-Dollar. Damit wurde die Firma mit 1 Milliarde US-Dollar bewertet. Eine deutsche Tochter ging im Februar 2009 an den Start.

Reid Hoffman, Mitbegründer und zugleich der größte private Aktionär des Unternehmens, will nach eigenem Bekunden bei LinkedIn bleiben und Weiner bei der Ausarbeitung von strategischen Planungen unterstützen. Er hatte sich bereits Anfang 2007 aus der operativen Führung zurückgezogen und Dan Nye den Posten des Vorstandsvorsitzenden übergeben. Nye verließ jedoch nach einiger Zeit unter ungeklärten Umständen die Firma und Hoffman übernahm wieder selbst.

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