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HTC Hero: Android-Smartphone mit Sense-Bedienung

Sense-Bedienung für alle künftigen HTC-Smartphones mit Android und Windows Mobil. HTC zeigt mit dem Hero das erste Android-Smartphone mit der neuen Sense-Bedienung, die in allen künftigen HTC-Smartphones genutzt werden soll. Anders als das Android-Smartphone G1 und das Magic wird es das Hero auf dem freien Markt und nicht mehr nur bei einem Netzbetreiber geben.
/ Ingo Pakalski
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Mit dem Hero orientiert sich HTC von der Gehäuseform her teilweise am G1, denn bei beiden Modellen ist die Knopfleiste gebogen. Das soll eine bessere Einhandbedienung bringen und der Nutzer soll dabei einen besseren Betrachtungswinkel auf das Display erhalten. Im Unterschied zum G1 fehlt dem Hero aber eine echte Tastatur, es gibt also nur eine Bildschirmtastatur, die weniger Tippkomfort bietet als eine echte Ausführung.

Mit dem Hero bringt HTC das erste Smartphone mit der Sense-Bedienung, die künftig in allen Smartphones des Herstellers zu finden sein soll, also auch in den Modellen mit Windows Mobile. Damit löst HTC die bisherige TouchFlo-Bedienung ab, die in den jüngsten Windows-Mobile-Geräten des Herstellers verwendet wurde. Mit Sense will sich HTC stärker von anderen Herstellern absetzen, die ebenfalls Mobiltelefone mit Android oder Windows Mobile anbieten.

Die Bedienoberfläche Sense ersetzt den normalen Android-Startbildschirm und bietet eine Profilverwaltung, so dass der Nutzer zwischen unterschiedlichen Konfigurationen wählen kann. Die Anpassung der Profile geschieht über Widgets, so dass nur Funktionen integriert werden können, für die es passende Widgets gibt. Der Nutzer kann sich etwa in einem Profil die Daten verschiedener sozialer Netzwerke anzeigen lassen und in einem anderen Profil Aktienkurse, Wirtschaftsmeldungen und Ähnliches. Es gibt auch passende Widgets, um je nach Bedarf nur berufliche oder private E-Mail-Konten oder Kalender abzufragen. Wie auch bei HTCs TouchFlo 3D stehen mehrere Seiten zur Verfügung, zwischen denen der Anwender durch einen Fingerwisch wechselt.

Die Sense-Bedienung sammelt Daten zu Anrufen, E-Mails, Notizen, Fotos sowie Statusnachrichten aus sozialen Netzwerken in einer Applikation zu dem betreffenden Kontakt. Damit soll das Finden von Informationen vereinfacht werden, indem der Anwender diese Daten beim betreffenden Kontakt findet. In der Praxis muss sich zeigen, ob dieser Ansatz durch sehr viele Daten unübersichtlich wird.

Zudem bietet Sense sogenannte Perspektiven, die bei der Darstellung von E-Mails, Fotos, Musikdateien oder anderen Informationen helfen sollen. Wie diese Hilfe im Detail aussieht, hat HTC nicht erklärt. Auch liegen keine Angaben dazu vor, welche Android-Version auf dem Gerät laufen wird. Bekannt ist lediglich, dass ein Flash-Player vorinstalliert sein wird, der Internetvideos auch im Vollbild auf dem Mobiltelefon abspielen kann. Ob sich damit auch mit Flash gestaltete Webseiten im Browser anzeigen lassen, steht noch nicht fest. Zudem soll das Android-Smartphone eine direkte Anbindung an Microsofts Exchange Server bieten, um darüber Daten auszutauschen.

Das Hero-Smartphone in weißer Farbe steckt in einem Gehäuse mit Teflonbeschichtung. Damit soll erreicht werden, dass das Weiß möglichst lange so bleibt und nicht mit der Zeit verschmutzt.

Das Smartphone besitzt einen 3,2 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixeln. Zur Farbtiefe machte HTC keine Angaben. Mit einem Bewegungssensor sollen Inhalte automatisch passend zur Geräteausrichtung erscheinen. Außerdem kann das Telefon bei Anrufen in den Lautlosmodus gebracht werden, indem das Gerät mit dem Display nach unten auf einen Tisch gelegt wird. Der verwendete Touchscreen ist mit einer fettabweisenden Schicht versehen, so dass Fingerabdrücke darauf weniger deutlich auffallen. Vermutlich wird die gleiche Technik wie beim iPhone 3GS verwendet.

Für Foto- und Videoaufnahmen befindet sich im Mobiltelefon eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, aber ohne Fotolicht. Aufnahmen in dunkler Umgebung werden daher nicht ohne weiteres gelingen. Der integrierte GPS-Empfänger kann für Navigationsfunktionen verwendet werden, eine umfassende Navigationslösung liegt dem Gerät aber nicht bei. Der Nutzer ist auf Google Maps oder vergleichbare Angebote angewiesen, will er nicht zusätzliches Geld für eine umfassende Navigationssoftware ausgeben. Auch der integrierte Kompass nutzt den GPS-Empfänger im Gerät.

Der interne Speicher fasst vergleichsweise geringe 288 MByte, so dass bei intensiver Nutzung der Kamera oder der Musikfunktion eine Speicherkarte erforderlich ist. Diese kann im Micro-SD-Card-Steckplatz genutzt werden. Das Mobiltelefon verfügt über eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, so dass sich marktübliche Kopfhörer direkt anschließen lassen. Der verwendete Qualcomm-Prozessor mit einer Taktrate von 528 MHz verspricht kurze Reaktionszeiten bei der Bedienung.

Das UMTS-Mobiltelefon unterstützt HSDPA mit einer Bandbreite von bis zu 7,2 MBit/s. Es bietet zusätzlich GPRS sowie EDGE und kann in allen vier GSM-Netzen verwendet werden. Zudem stehen WLAN nach 802.11b/g sowie Bluetooth 2.0 zur Verfügung. Das Gerät misst bei einem Gewicht von 135 Gramm 111,5 x 56,2 x 14 mm.

Mit einer Akkuladung verspricht HTC eine beachtliche Akkulaufzeit beim Telefonieren von bis zu 7 Stunden im UMTS-Betrieb. Im GSM-Netz steigt der Wert nur noch geringfügig auf knapp 8 Stunden. Im Bereitschaftsmodus muss der Akku im GSM-Netz nach rund 18 Tagen wieder an die Steckdose, im UMTS-Modus werden sogar 31 Tage Akkulaufzeit versprochen.

HTC will das Hero bereits im Juli 2009 in Deutschland auf den Markt bringen. Ohne Vertrag wird das Mobiltelefon 499 Euro kosten und dann in einem sehr dunklen Braunton von HTC zu haben sein. Zugleich werden T-Mobile und E-Plus das Hero ins Sortiment nehmen. Während E-Plus das Modell in Weiß anbieten wird, gibt es das Hero bei T-Mobile nur in Schwarz.


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