Video: Demonstration des Multitouchpakets von Windows 7
Daniel Melanchthon, Microsofts Technologieberater im Windows-Bereich, zeigte Golem.de das Touch Pack für Windows 7. Das Touch Pack nutzt die Multitouch-Fähigkeiten von Windows 7 mit entsprechender Hardware. In dem Touch Pack befinden sich sechs Anwendungen, die sich mit zwei oder mehr Fingern bedienen lassen. Dazu gehören drei Spiele, ein Bildschirmschoner, ein Programm zum Erkunden des Globus sowie eine Software, um Fotos zu betrachten und zu manipulieren. Als Demosystem brachte Microsoft ein HP Touchsmart tx2 mit, welches mit einem Multitouch-Panel von N-Trig ausgestattet ist.
Microsoft konnte mit dem Touch Pack zeigen, welches Potenzial in dem N-Trig-Panel des tx2 steckt. Im Test des Latitude XT2, welches das gleiche Multitouchpanel verwendet, konnte die bisherige Multitouchunterstützung unter Windows Vista nicht überzeugen. Unter Windows 7 RC hinterließ Multitouch hingegen einen guten Eindruck.
Zugute kommt Microsoft die bereits gesammelte Erfahrung mit dem Surface-Projekt, einem Multitouch-Tisch, der allerdings für Endanwender mit einem Preis von 11.000 Euro zu teuer ist. Laut Melanchthon soll die Portierung bestehender Surface-Anwendungen für Entwickler recht einfach sein.
Das Touch Pack, genauso wie die Multitouch-Unterstützung in Paint und anderen Programmen, ist zunächst nur als Anfang zu verstehen. Es ist quasi eine Demonstration dessen, was möglich ist. Microsoft habe nicht das Ziel, die besten Multitouch-Anwendungen zu entwickeln, so Melanchthon.
Nichtsdestotrotz hinterließ vor allem Microsofts Surface Globe einen sehr guten Eindruck. Dabei handelt sich um eine Software, die an Google Earth erinnert. Das zeigte, wohin die Reise unter Windows in Zukunft gehen könnte. Aber auch die bereits vorhandene Unterstützung in Standardanwendungen funktionierte, auch wenn es hier und da hakte.
Einzig die fehlende Hardwarebasis könnte ein Problem für das Durchsetzen von Multitouch sein, auch wenn Microsoft in entsprechende Multitouchspezialisten investiert.
Melanchthon betonte abermals, dass es das Touch Pack nur für bestimmte Hardware geben soll, die von Microsoft entsprechend zertifiziert wurde. Die Auslieferung übernimmt dann der Hardwarehersteller. Noch steht nichts fest und Microsoft äußert sich zu dem Thema nur zurückhaltend, aber es scheint so, dass das Touch Pack wohl nur für wenige Geräte zu haben sein wird. Das Touch Pack wird es demnach für Geräte geben, die auf N-Trigs Duo-Sense-Technik oder auf die Optical-Touch-Technik von Next Window setzen.
Windows 7 soll ab dem 22. Oktober 2009 im Handel erhältlich sein. Das Touch Pack wird in der Regel nicht mitgeliefert und soll den Plänen von Microsoft zufolge durch OEMs kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
- Anzeige Hier geht es zum Microsoft Surface Laptop bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.