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Plant Nokia Smartphones mit Intels Atom?

Ankündigung soll kurz bevorstehen. In einer Telefonkonferenz am heutigen Dienstag, dem 23. Juni 2009, will Intel der Einladung zufolge eine "wichtige Ankündigung zum Mobilsektor" machen. US-Medien wollen bereits erfahren haben, dass es sich dabei um eine Kooperation mit Nokia für künftige Smartphones auf Basis des Atom-Prozessors handelt.
/ Nico Ernst
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Wie bei derartigen Umbrüchen in der IT-Branche üblich, herrscht vor allem bei US-Analysten Aufregung. So zitiert CNET(öffnet im neuen Fenster) eine Meldung von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) , auch andere Medien wollen die Nachricht schon vor einigen Wochen erfahren haben: Nokia soll künftig auf Intel-Chips setzen.

Welche Art von Chips, das wissen die Medien, die anonyme Quellen zitieren, aber nicht zu berichten. Gemeint sein könnte die neue Atom-Plattform " Moorestown ", die noch 2009 auf den Markt kommen soll und bereits 2011 von der Plattform " Medfield " beerbt wird. Intels Roadmap für Designs von Handheldgeräten wird seit zwei Jahren mit Verschiebungen von wenigen Wochen strikt durchgehalten.

Zu den Spekulationen passt auch, dass Intel erstmals seit Jahren x86-CPUs wieder außerhalb der eigenen Fabriken fertigen lassen will: Im März 2009 gab der Chiphersteller bekannt, dass SoCs mit Atom-Kern demnächst bei TSMC in Taiwan hergestellt werden sollen. TSMC besitzt, anders als Intel, einige Erfahrung mit der Integration von mehreren Funktionseinheiten auf einem "System-on-a-Chip", das mit sehr geringen Spannungen betrieben werden kann. Solche Bausteine sind der Schlüssel für mobile Geräte wie Smartphones.

Fraglich ist bei einer möglichen Kooperation von Intel und Nokia neben den Chips auch die Wahl des Betriebssystems. Bisher setzt Nokia bei Smartphones auf Symbian, das recht gut an ARM-Prozessoren angepasst ist. Intel favorisiert für den Atom jedoch Moblin, obwohl auch Symbian auf der x86-Architektur des Atom eine Option darstellt. Seit Mitte 2008 besitzt Nokia alle Rechte an Symbian, will dieses aber, gemeinsam mit anderen Unternehmen wie Opera, in eine Stiftung überführen.


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