Chinas Surfer wollen aus Protest dem Netz fernbleiben

Prominenter Künstler ruft zum Onlineprotest gegen Green Dam auf

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat seine Landsleute aufgerufen, am 1. Juli 2009 das Internet nicht zu nutzen. Ab diesem Tag muss allen in China verkauften Computern das Filterprogramm "Green Dam - Youth Escort" beigelegt werden, dem Kritiker nachsagen, es filtere nicht nur jugendgefährdende Inhalte.

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Obwohl die chinesische Regierung zurückgerudert ist und den Einsatz der Filtersoftware "Green Dam - Youth Escort" als 'nicht verpflichtend' eingestuft hat, sollen Chinas Surfer am Mittwoch kommender Woche dem Internet fernbleiben.

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Zu dem Boykott hat der chinesische Künstler Ai Weiwei über Twitter aufgerufen. "Am 1. Juli bleiben wir dem Netz fern", schreibt er. An diesem Tag tritt ein Erlass in Kraft, der PC-Hersteller verpflichtet, das Programm allen Computern beizulegen. Ai fordert seine Landsleute auf, an diesem Tag alle Netzaktivitäten einzustellen, keine Mails zu schreiben, keine Onlinemedien zu lesen und nicht zu bloggen.

Mit dem Boykott wolle er gegen die Internetzensur protestieren, sagte Ai der Nachrichtenagentur Reuters. Der Vorteil dieser Art des Protests sei, dass er für die Protestierenden "ohne Kosten und Risiken" sei.

Der Initiator des Boykotts ist einer der bekanntesten Gegenwartskünstler in China. 2007 etwa war er mit einer Installation auf der Kunstmesse Documenta in Kassel vertreten. In Peking war er an der Konzeption des Vogelnest genannten Olympiastadions beteiligt.

Ai hat durchaus Grund, der Regierung zu zürnen: Zu den im Vorfeld des 20. Jahrestages der Niederschlagung der Studentenproteste gesperrten Internetangeboten gehörte auch sein Blog.

Die umstrittene Software "Green Dam - Youth Escort" ist nach Angaben der Regierung eine Filtersoftware, die verhindern soll, dass Jugendliche für sie ungeeignete Inhalte, vor allem Pornografie, abrufen können. Gegner im In- und Ausland mutmaßten jedoch, dass es sich bei Green Dam, allen Beteuerungen der Regierung zum Trotz, um eine Filtersoftware handelt, die Nutzern den Zugang zu missliebigen Inhalten verwehrt. Nach massiven Protesten der eigenen Bevölkerung erklärte die Regierung schließlich, der Einsatz der Filtersoftware sei doch nicht verpflichtend. Wissenschaftler aus den USA hatten zudem nachgewiesen, dass Green Dam gravierende Sicherheitsmängel aufweist.

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Nolan ra Sinjaria 24. Jun 2009

ja gut, dann sind die halt sauer auf die Regierung, aber die sagt sich: Die kommen doch...

redwolf_ 24. Jun 2009

Macht korumpiert. Was glaubst du warum Menschen nur einen bestimmten Zeitraum leben? So...

lilalaunebär 23. Jun 2009

du bist ja immer noch da..... Undankbarer Kauz

ashjklöäiuzfd 23. Jun 2009

Danke für den liebevoll kopierten Standardtext. Der sich in keinster Weise mit dem...

spYro 23. Jun 2009

Größste E-Petion, nicht Petition. Petionen gab es garantiert schon größere. MFG spYro



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