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Unternehmen leiden weiter unter Breitbandlücken

Mittelständler warten auf Wirkung der Breitbandoffensive. Trotz Breitbandoffensive der Bundesregierung warten Mittelständler auf dem Land weiter auf ihren schnellen Internetzugang. Viele Standorte oder Gewerbegebiete liegen außerhalb einer breitbandigen Versorgung, so die DIHK.
/ Achim Sawall
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Viele mittelständische Unternehmen in Gewerbegebieten auf dem Land leiden unter mangelhafter Breitbandversorgung. Das stellte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), anlässlich der gemeinsamen Konferenz mit dem Wirtschaftsministerium und dem Deutschen Landkreistags zur bisherigen Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung fest.

"Erhebungen des DIHK machen den Handlungsbedarf deutlich. Zwei von drei mittelständischen Unternehmen sind im ländlichen Raum angesiedelt. Viele dieser Standorte oder ganze Gewerbegebiete liegen jedoch außerhalb einer breitbandigen Versorgung." Dies schränke dortige Unternehmen deutlich in ihren Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten ein.

Es sei richtig, Hochgeschwindigkeitsnetze aufzubauen, da immer größere Datenvolumina übertragen würden. Dabei dürfe der Ausbau in die Fläche aber nicht vergessen werden, forderte Wansleben. Denn praktisch jedes mittelständische Unternehmen nutze heute Mietsoftware oder sei "Teil von unternehmensübergreifenden Lieferprozessen".

Die Bundesregierung hat ihre Breitbandstrategie im Februar 2009 verabschiedet. Ziel ist, bis Ende 2010 eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Internetverbindungen zu haben. 2014 sollen bereits 75 Prozent der Haushalte Internetverbindungen nutzen können, die Übertragungsraten beim Download von 50 Megabit pro Sekunde und mehr anbieten.

"Die Große Koalition hat mit ihrer Breitbandstrategie versagt. In ihrer Regierungszeit ist die digitale Kluft in Deutschland gewachsen", sagte Sabine Zimmermann, mittelstandspolitische Sprecherin der Linken. Entsprechende Anfragen der Linken zu den Ergebnissen der Breitbandstrategie der Regierung würden ausweichend oder gar nicht beantwortet. Millionen Menschen bekämen kein schnelles Internet, weil die Bundesregierung die Telekomkonzerne nicht gesetzlich verpflichte, das Breitbandnetz bis ins letzte Dorf auszubauen. In Frankreich und Großbritannien gebe es dagegen entsprechende Pläne.

Zimmermann forderte, Breitband in die gesetzliche garantierte Grundversorgung aufzunehmen. Ein breit angelegter Ausbau könne hunderttausende Arbeitsplätze schaffen.


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