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ScummVM legt GPL-Streit bei

Spieleentwickler zahlt an die Free Software Foundation. Die Entwickler der Software ScummVM haben sich mit den Spieleprogrammierern von Mistic Software in einem GPL-Streit geeinigt. Mistic hatte ScummVM in drei Spielen genutzt, ohne sich an die Bedingungen der GPL zu halten.
/ Julius Stiebert
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Der erst jetzt durch die ScummVM-Entwickler publizierte Vorfall(öffnet im neuen Fenster) ereignete sich bereits zwischen Dezember 2008 und Mai 2009. ScummVM ist eine Software, mit der sich verschiedene Spiele – allen voran die alten Lucas-Arts-Adventures – auf neueren Systemen spielen lassen. Die Software ist unter der GNU General Public License (GPL) lizenziert. Daran knüpfen sich verschiedene Bedingungen. Unter anderem muss ein Produkt, in dem GPL-Code verwendet wird, ebenfalls unter der GPL veröffentlicht werden.

Die ScummVM-Entwickler hatten im Dezember 2008 entdeckt, dass in drei Nintendo-Wii-Spielen ScummVM verwendet wird. Dabei handelt es sich um die Titel "Fritzi Fisch und der verschwundene Schatz", "Pyjama Pit: Keine Angst im Dunkeln" sowie "Spy Fox in: Das Milchkartell". Da sich dabei nicht an die Bedingungen der GPL gehalten wurde, beschwerten sich die Entwickler beim deutschen Publisher Atari, der das Anliegen an den Spieleentwickler Mistic Software weiterleitete.

Nach Angaben des ScummVM-Projektes widersprach Mistic den Vorwürfen und gab an, ScummVM halte keine Rechte an dem verwendeten Code. Im Mai 2009 konnte der Streit zwischen Mistic und ScummVM dann schließlich doch beigelegt werden – Mistic übernahm die Anwaltsgebühren und spendete eine nicht genannte Summe an die Free Software Foundation als Zeichen des guten Willens. Die Copyrightverletzung allerdings gab Mistic nach Angaben der ScummVM-Entwickler nicht zu.


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