Nokia Siemens Networks baute Zensurinfrastruktur im Iran auf

Sprecher räumt Lieferung von Monitoring-Center-Technik ein

Das deutsch-finnische Unternehmen Nokia Siemens Networks hat nach einem Zeitungsbericht Überwachungstechnik an die iranische Regierung geliefert. Das Unternehmen kommentierte, die Technik sei aber nicht geeignet, das Internet zu zensieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) hat eingeräumt, Zensurinfrastruktur für das Internet im Iran aufgebaut zu haben. Die letzten Teilinstallationen erfolgten in der zweiten Hälfte des Jahres 2008. Die iranische Regierung verfügt über Deep Packet Inspection und Filterung, was die Untersuchung einzelner Datenpakete und ihres Headers ermöglicht, um massenhaft exakte Kommunikationsprofile einzelner Menschen zu erstellen und um Informationen zu zensieren.

Stellenmarkt
  1. Team Manager (m/w/d) Embedded Security
    Elektrobit Automotive GmbH, Radolfzell
  2. Systemadministrator*in (m/w/d) Netzwerk- und Internetdienste
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

NSN-Sprecher Ben Roome sagte dem Wall Street Journal, dass der deutsch-finnische Konzern die Monitoring-Center-Technik an die Regierung Irans ausgeliefert habe, die das Telekommunikationsmonopol hält. Dies war Teil eines größeren Auftrages für NSN in dem westasiatischen Land.

"Wenn sie Netzwerke verkaufen, verkaufen sie untrennbar verbunden damit auch die Möglichkeit, jede Kommunikation zu überwachen, die darüber läuft", sagte Roome.

Ein Netzwerkingenieur aus dem Iran bestätigte der Zeitung, dass die Regierung über mächtige Trackingwerkzeuge verfüge. Ob die Deep-Packet-Inspection-Technik von NSN derzeit auch eingesetzt wird, sei jedoch nicht eindeutig belegbar. Seit 2001 hat der Iran alle Internet Service Provider zur Installation von Filtersystemen gezwungen.

Nachtrag vom 2. Juni 2009, 17:15 Uhr:

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25./26.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nokia Siemens Networks weist den Bericht in einer Stellungnahme zurück: Das Unternehmen habe lediglich Technik zur Überwachung von Sprachtelefonie im Iran geliefert, wie sie in vielen Ländern vorgeschrieben ist, aber keine Technik die Deep Packet Inspection, Webzensur oder Internetfilter betrifft.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ulan 07. Jul 2009

Nur im Iran gibt es nicht diese Gewaltenteilung wie in westlichen Staaten. Wenn man eine...

guert 22. Jun 2009

Wo Siemens drauf steht, ist auch Siemens drin, basta! Wo Nokia drauf steht, ist auch...

guert 22. Jun 2009

Schon vergessen? - DDR-Super-Linke !!! - Stasi-Vollüberwachung :-((

maniac_2k 22. Jun 2009

Versteh mich jetzt nicht falsch - aber arbeitest Du in der Klappse? Denn dort reden sie...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google Fonts
Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten

Nach einer Entscheidung des Landgerichts München erhalten Webseitenbetreiber mit eingebundenen Google Fonts vermehrt Abmahnungen.

Google Fonts: Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten
Artikel
  1. Programmiersprache: JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken
    Programmiersprache
    JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken

    Douglas Crockford, der Erfinder des Datenformats JSON und Mitentwickler von Javascript, findet, dass die Sprache in Rente geschickt werden sollte.

  2. Paw Patrol: US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille
    Paw Patrol
    US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille

    Die US Space Force wird einen hundeähnlichen Roboter von Ghost Robotics auf Patrouille schicken, um Personalkosten zu senken.

  3. Windows auf dem Mac: Parallels wird merklich teurer
    Windows auf dem Mac
    Parallels wird merklich teurer

    Parallels 18 bietet eine native Unterstützung für Windows 11 und eine bessere Ressourcenzuweisung. Allerdings wird die Software teurer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: WD SSD 1TB m. Kühlkörper (PS5) 119,90€, MSI 29,5" 200 Hz 259€, LG QNED 75" 120 Hz 1.455,89€ • MindStar (XFX RX 6950 XT 999€, Gainward RTX 3070 559€) • Gigabyte Deals • Der beste Gaming-PC für 2.000€ • Apple Week bei Media Markt • be quiet! Deals [Werbung]
    •  /