Blu-ray kann weltweiten DVD-Verkaufsrückgang nicht auffangen
Die Blu-ray ist nicht in der Lage gewesen, den Rückgang des Gesamtmarktes abzufangen. "Das High-Definition-Format Blu-ray wurde von der Industrie als Antwort auf den Rückgang des DVD-Marktes dargestellt. Der Formatkrieg mit Toshibas HD-DVD hat die Wiederholung des starken einheitlichen Vermarktungseinstiegs, wie er zehn Jahre zuvor der DVD gelang, aber verhindert" , so der Screen-Digest-Bericht. Hinzu sei der weltweite wirtschaftliche Einbruch und die wachsende Verfügbarkeit von legalen und illegalen Downloads gekommen.
Die Blu-ray erreichte 2008 ein Verkaufsvolumen von 482 Millionen US-Dollar, es stieg damit im Jahresvergleich um das Vierfache.
Onlineverleihfirmen wie Lovefilm in Europa oder Quickflix in Australien hätten dem Rückgang des Verleihs über feste Datenträger entgegengewirkt. Zweistellige Zuwächse hätten die DVD-Filmmärkte in China, Indien und Russland erlebt.
"Im Jahr 2009 wird die Blu-ray weltweit einen Anteil von 6,9 Prozent am Videomarkt erzielen, wenn die Studios stark in Werbekampagnen investieren" , sagte Helen Davis Jayalath, Senior Analystin bei Screen Digest. Durch die Wirtschaftskrise könne die Blu-ray aber nicht vor 2010 einen zumindest minimalen Anteil am Gesamtmarkt beitragen.
In Deutschland ist die Entwicklung anders: Die Zahl der in Deutschland verkauften DVDs ist nicht nur rückläufig, durch Preisaktionen sank im ersten Quartal 2009 auch der Umsatz. Durch die steigenden Blu-ray-Verkäufe wurde dies aber kompensiert, so der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV).



