Vernetzt auf Teherans Straßen

Über Blogs wie Tehranlive und Tehran Bureau berichten Augenzeugen von den Vorgängen in den Straßen. Die Macher von Tehranlive schreiben, dass ihre Seite in Iran gesperrt wurde. Doch über Nachrichtendienste wie Twitter kommunizieren sie weiter. Auch die Homepage TTehran Bureau, die von US-Journalisten und Medien unterstützt wird, präsentiert Videos aus Iran und übersetzt Berichte auf Farsi ins Englische.

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Auf Twitter schreiben junge Iraner wie Yashar über die Zustände in Teheran. Sie verlinken auf weitere Seiten von den Anhängern der Reformkandidaten und sammeln Informationen über Übergriffe der Polizei. Yashar schreibt am Montagmittag, dass die Unterstützer Mussawis trotz Verbot an einer großen Demonstration teilnehmen wollen. Ein weiterer Twitter-Nutzer notiert am Montagmorgen. "Ich habe gerade gehört, dass die Uni wieder belagert wird und dass Studenten Barrikaden bauen."

Eine besondere Art der Öffentlichkeit

Die Berichte von Augenzeugen im Internet stellen eine Öffentlichkeit her, die professionelle Journalisten zurzeit kaum bieten können. Das iranische Innenministerium hat den arabischen TV-Sender Al-Arabija angewiesen, sein Büro in Teheran für eine Woche zu schließen. Der iranische Dienst der britischen BBC wurde unterbrochen, und die Arbeit ausländischer Reporter massiv behindert. Gegen den ZDF-Korrespondenten Halim Hosny wurde ein Arbeitsverbot verhängt.

Auch der ARD-Korrespondent Peter Mezger durfte sein Hotel nicht verlassen und konnte für die Tagesthemen nur per Video-Handy berichten, da auch die Satellitenübertragung immer wieder gestört wird. Am Sonntag seien Bewaffnete in sein Büro gekommen, berichtete Mezger. Sie hätten die Mitarbeiter ausgefragt und einen Techniker mitgenommen. Über dessen Verbleib wisse man nichts.

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Die Chefredakteure von ARD und ZDF, Thomas Baumann und Nikolaus Brender, haben sich beim iranischen Botschafter in Deutschland gegen die Einschränkungen der Berichterstattung beschwert. "Es ist nicht hinzunehmen, dass westlichen Journalisten, auch deutschen, nicht erlaubt wird, ihre Hotelzimmer zu verlassen und von ihrem Recht auf Berichterstattung Gebrauch zu machen", sagte auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Internet-Gemeinde liefert währenddessen weitere Nachrichten. Die Ankündigung des Wächterrats, das Auszählen der Stimmen zu überprüfen, hat bislang für keine Beruhigung der Opposition gesorgt. [von Hauke Friederichs / Zeit Online]

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 Vernetzt auf Teherans Straßen
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idee 17. Jun 2009

gestern war die bcc seite komplett grün um ihre solidarität mit den iranern zu zeigen...

Trios 17. Jun 2009

Ist ja wirklich nett zu warnen, aber nun ja, wer sich für primitive US amerikanische...

Wanja 17. Jun 2009

Genau, die 2 fundamentalistischen Christen-Parteien gehören abgeschafft bei uns. Aber was...

Wanja 17. Jun 2009

Weil das Internet entgegen der Annahmen von den Leyen im Bundestag/rat sich nicht so...



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