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Hat SCO einen Käufer gefunden?

Neue Anhörung angesetzt. Im Konkursverfahren der SCO Group hat das Unternehmen angedeutet, einen Käufer gefunden zu haben. Über die Liquidierung des Unternehmens wurde daher noch nicht entschieden und stattdessen eine weitere Anhörung angesetzt.
/ Julius Stiebert
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Bei einer Anhörung am gestrigen 15. Juni 2009 sollte darüber entschieden werden, ob SCO aus dem Chapter 11(öffnet im neuen Fenster) des Konkursverfahrens in das Chapter 7 überführt und damit liquidiert wird, berichtet die Prozessbeobachtungsseite Groklaw(öffnet im neuen Fenster) . In der Anhörung hat SCO angedeutet, einen Käufer gefunden zu haben. Der Richter setzte laut dem Bericht daraufhin eine neue Anhörung für den 27. Juli 2009 an.

Groklaw merkt an, dass ein Käufer nicht bedeutet, dass die Liquidierung abgewendet werden kann oder dass das Konkursgericht den Käufer akzeptiert. In jedem Fall hat SCO so jedoch für eine erneute Verzögerung des Verfahrens sorgen können. Es soll sich um die Firma Gulf Capital Partners handeln, die in SCO investieren möchte, um die Ansprüche der Gläubiger zu erfüllen, so dass SCO anschließend seine Prozesse fortsetzen kann. Der Vertrag sei Minuten vor der Anhörung zustande gekommen, schreibt der Salt Lake Tribune(öffnet im neuen Fenster) .

Derzeit befindet sich SCO im Gläubigerschutz nach Chapter 11 und hatte versucht, aus dem Konkursverfahren herauszukommen. SCO hat unter anderem Schulden bei Novell, nachdem Novell alle Rechte an Unix und UnixWare zugesprochen wurden. Novell hat daher Anspruch auf eine Umsatzbeteiligung an SCOs Unix-Geschäft. Daraufhin musste SCO Konkurs anmelden.

Zuletzt hatte die für SCO zuständige Treuhänderin vor Gericht die Liquidierung des Unternehmens beantragt . Eine Rehabilitierung des Unternehmens sei unwahrscheinlich, hieß es. Sollte dieser Antrag angenommen werden, erhalten die Gläubiger der SCO Group deren noch verbleibendes Kapital.


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