Opera Unite: Jeder Browser wird zum Server
Nutzer sollen Daten mit Opera Unite einfach austauschen können, wobei auf Empfängerseite lediglich ein moderner Browser benötigt wird, denn Opera setzt dabei auf Web-Standards. Der Dienst erlaubt es zudem, genau zu kontrollieren, welche privaten Daten mit anderen geteilt werden sollen.
Um den Zugriff auf die Clients von außen zur ermöglichen und diese zu Servern werden zu lassen, stellt Opera Proxyserver bereit. Nutzer greifen auf diese Proxys von Opera zu, die dann die Verbindung zum Rechner des jeweiligen Nutzers von Opera Unite herstellen.
Opera Unite ist in Form einer speziellen Vorabversion von Opera 10 unter labs.opera.com(öffnet im neuen Fenster) für Windows, MacOS X und Linux verfügbar. Der Dienst läuft entsprechend direkt im Browser ab und wird mit einem Klick auf das Opera-Unite-Logo in der linken unteren Ecke des Browsers gestartet. Zur Nutzung wird eine Opera-ID benötigt, die auch für Dienste wie My Opera und Opera Link genutzt wird.
Ist Opera Unite aktiviert, können zusätzliche Dienste von unite.opera.com(öffnet im neuen Fenster) installiert werden. Jeder Dienst steht für jeden Nutzer unter einer URL zur Verfügung, die Gerät, Nutzernamen und Dienst umfasst, beispielsweise http://notebook.jondoe.operaunite.com/photo_sharing/. So kann der Dienst von Dritten angesteuert werden.
Derzeit stehen sechs Dienste zur Verfügung, deren Nutzung auf der eigenen Homepage von Opera angezeigt wird. Die Homepage von My Opera Unite gibt zudem Auskunft darüber, welche Dienste von den eigenen Freunden genutzt werden.
File Sharing dient dem einfachen Dateiaustausch, ohne dass die Dateien zunächst hochgeladen werden müssen. Nutzer wählen dazu einen Order, aus dem die zu tauschenden Dateien stammen, und Opera Unite generiert eine URL, unter der die Datei abrufbar ist.
Ähnlich funktioniert Photo Sharing zum Austausch von Fotos, wobei der Dienst eine Galerie aus Vorschaubildern erzeugt und darstellt. Ein Klick auf ein Vorschaubild stellt das Bild in voller Auflösung dar.
Der Dienst Web Server dient zum Hosten einer eigenen Website. Dazu muss ein Ordner ausgewählt werden, der die Website enthält, die dann unter einer von Opera Unite generierten URL zur Verfügung steht.
Media Player stellt Nutzern ihre Musiksammlung überall zur Verfügung. Das Abspielen von MP3-Dateien und Playlisten ist mit jedem Browser möglich.
Zudem gibt es eine Fridge genannte Pinnwand, auf der andere Notizen hinterlassen können, und mit The Lounge einen Chat, der auf dem Rechner des jeweiligen Opera-Unite-Nutzers abläuft.
Um die Datenübertragung zu beschleunigen, können Dienste auch direkte Verbindungen zwischen Nutzern aufbauen. Dabei greift Opera auf Universal Plug and Play (UPnP) zurück. Allerdings kann UPnP ein Sicherheitsrisiko darstellen. Nutzer, die UPnP deaktivieren, können dennoch direkte Verbindungen nutzen, müssen dazu aber Port 8840 manuell in ihrem Router weiterleiten.
Die Activity-Feeds auf der eigenen Homepage von Opera Unite zeigen an, wer gerade welchen Dienst auf dem eigenen Rechner nutzt und wieviel Traffic verursacht wird. Einzelne Dienste können darüber deaktiviert werden, was vor allem dann praktisch sein kann, wenn man gerade unterwegs ist.
Entwicklern gibt Opera APIs an die Hand(öffnet im neuen Fenster) , damit sie auf Basis von Opera Unite weitere Dienste entwickeln können. Details zu unite.opera.com(öffnet im neuen Fenster) erklärt Opera unter anderem im Dokument Opera Unite developer's primer(öffnet im neuen Fenster) .
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