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Fünf neue Geforce-GPUs in 40 nm für Notebooks

Mehr Leistung und erstmals DirectX 10.1 bei Nvidia. Nvidias neue Notebook-GPUs heißen durchgängig Geforce 200M. Dahinter steckt diesmal aber keine Umbenennung, sondern tatsächlich ein Ableger der GT200-Architektur. Die neuen Grafikprozessoren unterstützen erstmals bei Nvidia DirectX 10.1 und werden in 40 Nanometern Strukturbreite gefertigt.
/ Nico Ernst
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Mit seinen neuen Notebook-GPUs schließt Nvidia in zwei Punkten zu AMD auf: Die Chips werden mit 40-Nanometer-Verfahren gebaut und beherrschen DirectX 10.1. Die kleine Erweiterung der 3D-Schnittstelle, die vor allem Tesselationsfunktionen erfordert, bot AMD schon ab der Serie Radeon HD 3000 für den Desktop und später auch für Mobil-GPUs an. Bei Nvidia ist sie vorerst nur in den jetzt vorgestellten Notebook-GPUs zu finden.

Die neuen mobilen Grafikprozessoren namens G-210M, GT-230M, GT-240M, GTS-250M und GTS-260M ersetzen in dieser Reihenfolge die Vorgänger G-110M, GT-130M und GTS-160M. Die bisherigen GPUs sollen noch so lange geliefert werden, wie die Notebookhersteller sie nachfragen. Gegenüber den älteren Modellen arbeiten die neuen GPUs nicht mehr mit der G92b-Architektur , die wiederum auf der Geforce-8-Generation basiert, sondern sind mit GT200-Architektur versehen. Dieses Design verwendet Nvidia auch bei seinen Desktop-Produkten wie GTX-260, GTX-275 und GTX-285, nicht aber bei der GTS-250 . Auch die bisher schnellsten Notebook-GPUs von Nvidia, GTX-280M und GTX-260M , arbeiten noch mit G92b-Architektur.

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Dennoch ist die Modellvielfalt mit den neuen Produkten leichter durchschaubar geworden, da die Architektur nun bei fünf Notebook-GPUs wieder gleich ist. Wann Nvidia auch seine mobilen High-End-Modelle darauf umstellt, gab der Chiphersteller noch nicht an. Anhand der Modellnummer lassen sich nun aber die Leistungsunterschiede wieder deutlich feststellen.

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Das kleinste Modell, G-210M, dürfte mit seinen 16 Stream-Prozessoren wie in dieser Klasse üblich mit aufwendigen Spielen überfordert sein, erst ab GT-230M mit 48 Shader-Einheiten ist deutlich mehr spürbare Leistung als mit integrierter Grafik zu erwarten. GTS-250M und GTS-260M warten mit 96 Rechenwerken auf und können zudem GDDR5-Speicher ansteuern. Zum Vergleich: Die GTX-285 für Desktop-PCs besitzt 240 Stream-Prozessoren.

Dennoch ist ein genauer Blick auf die technischen Daten der GPU bei der Auswahl eines Notebooks weiterhin wichtig. Insbesondere die hier in den Grafiken angegebenen Taktfrequenzen und Speichergrößen sind nur Empfehlungen von Nvidia, die Notebook-Hersteller – die auch die Garantie für das Gerät übernehmen – dürfen sie nach der Leistungsfähigkeit ihres Kühlungsdesigns anpassen. Immerhin dürfte die in Anzeigen meist nicht genannte Breite des Speicherbusses nun weniger wichtig werden: Nvidia sieht nur für den G-210M 64 Bit vor, ob jedoch alle Hersteller die von den restlichen G200M-Chips gebotenen 128 Bit breiten Busse auch voll ausnutzen, muss sich noch zeigen.

Insgesamt sollen laut Nvidia über 100 Notebooks mit den neuen Grafikprozessoren erscheinen – das aber erst im Laufe des restlichen Jahres 2009. Nur die Hersteller Acer und Asus wollte Nvidia auf Nachfrage als Kunden bestätigen. Auch absolute Werte zu Benchmarks liegen noch nicht vor. Relativ zu den Vorgängern sollen die neuen Grafikprozessoren laut Nvidia im Schnitt doppelt so schnell sein, und dabei nur noch halb soviel elektrische Leistung aufnehmen. Mit eigenen Messungen belegt hat das Nvidia aber nur für den Vergleich von G-110M zu G-210M, wo die Einsparung der Energie auch im Idle-Modus gelten soll. Die typische Leistungsaufnahme für die schnelleren GPUs beträgt bis zu 38 Watt bei der GTS-260M.

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Weitere Angaben neben diesen Werten zur Leistungsaufnahme und den relativen Benchmarks machte Nvidia noch nicht. Somit steht nicht fest, ob die neuen Bausteine den Video-Decoder aus den GT-200-Karten für den Desktop besitzen, der auch den Blu-ray-Codec VC-1 ohne Mithilfe der CPU bearbeiten kann. Das Umschalten von Chipsatz- zu diskreter Grafik beherrschen alle neuen GPUs, zwei davon per SLI zu koppeln ist aber nur bei GTS-250M und 260M möglich. Die Unterstützung von Rechenfunktionen auf der GPU mit den "DirectX-Computer-Shaders" gibt es für alle neuen Grafikprozessoren, PhysX aber erst ab GT-230M. CUDA wiederum schaltet Nvidia für alle der neuen mobilen GPUs frei. Für Windows 7 sollen die neuen GPUs auch fit sein.

Nvidia zufolge werden die neuen GPUs bereits ausgeliefert, mit der Markteinführung damit ausgestatteter Notebooks ist im Laufe des dritten Quartals des Jahres 2009 zu rechnen.


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