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Multitouch-Technik für Linux vorgestellt

Unterstützung direkt im Kernel. Französische Forscher haben eine Multitouch-Unterstützung für Linux entwickelt, die direkt im Kernel arbeitet. Die Technik setzt derzeit auf den Linux-Kernel 2.6.30 auf und die verbleibenden Treiber sollen schon bald an die Kernel-Entwickler weitergereicht werden.
/ Julius Stiebert
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Forscher der Luftfahrthochschule ENAC (Ecole Nationale de l'Aviation Civile) in Toulouse haben die Technik im Rahmen eines Projektes entwickelt und eine Demo sowie Treiber auf ihrer Webseite veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Damit sind Multitouch-Gesten unter Linux möglich, wie sie von Geräten wie dem iPhone bekannt sind.

Entwickelt wurde die Technik in Zusammenarbeit mit dem Kernel-Team, um eine native Multitouch-Technik unter Linux zu implementieren. Die Eingaben werden direkt aus der Gerätedatei gelesen, so dass der X-Server nicht involviert ist. Auch ist der Democode unabhängig von einem speziellen Window-Manager.

 
Video: Linux-Multitouch-Unterstützung

Gegenüber Linuxdevices.com(öffnet im neuen Fenster) betonte einer der Entwickler, dass die Technik sich von MPX (Multi-Pointer X Server) unterscheidet. MPX wird derzeit in X.org integriert und erweitert den X-Server so um Unterstützung für mehrere Mauszeiger und Multitouch-Eingabe.

Die Technik der ENAC-Forscher hingegen arbeitet auf Kernel-Ebene und kommuniziert über D-Bus mit dem Window-Manager. Die nötigen Treiber sind teilweise bereits im Linux-Kernel 2.6.30 enthalten. Die verbleibenden Treiber wollen die Forscher bald an die Kernel-Entwickler weiterreichen und hoffen, dass der Code in die nächste Version 2.6.31 aufgenommen wird.

Voraussetzung, um den Democode schon jetzt auszuprobieren, ist neben dem Kernel 2.6.30 ein Computer mit Broadcom-5974-, Stantum-, NTrig- oder DiamondTouch-Touchscreen.


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