Europa bekommt Windows 7 ohne Internet Explorer
Im Januar 2009 hatte die EU-Kommission Microsoft darüber informiert, dass die Bündelung von Windows und Internet Explorer nach ihrer Auffassung gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt, da dadurch andere Browser ausgeschlossen würden.
Das erneute EU-Verfahren gegen Microsoft geht auf eine Beschwerde des norwegischen Browser-Herstellers Opera zurück, mittlerweile haben sich aber auch Mozilla und Google der Beschwerde angeschlossen.
Angesichts des Rechtsstreits, der sich kurz vor der Markteinführung von Windows 7 zuspitzt, hat sich Microsoft entschieden(öffnet im neuen Fenster), sein neues Betriebssystem in Europa ohne den Internet Explorer auszuliefern. Nutzer und PC-Hersteller können den Browser allerdings selbst hinzufügen, so dass auch neue PCs durchaus weiterhin mit dem Internet Explorer ausgeliefert werden können.
Microsoft wird Windows 7 in Europa in speziellen Versionen ausliefern, die mit einem "E" am Ende des Produktnamens gekennzeichnet sind, beispielsweise "Windows 7 Home Premium E". Sie sollen in den gleichen Versionen zur gleichen Zeit verfügbar sein wie die US-Versionen.
Microsofts Entscheidung, Windows 7 ohne den Internet Explorer auszuliefern, ist aber nur vorläufig. Die Kommission erwägt, Microsoft dazu zu verpflichten, neben dem Internet Explorer auch alternative Browser mit Windows 7 auszuliefern oder Nutzern eine Auswahl anzubieten. Microsoft sieht diese Idee eher skeptisch.
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