Abo
  • Services:

Eine Roboterschlange fürs Militär

Israelisches Militär entwickelt Bodendrohne

Das israelische Militär entwickelt einen Aufklärungsroboter in Form einer Schlange. Wie sein natürliches Vorbild kann er sich durch enge Spalten oder eingestürzte Häuser bewegen. Allerdings soll die Schlange auch im Kampf eingesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Das israelische Militär entwickelt einen Roboter, der einer Schlange nachempfunden ist. Die Roboterschlange soll sich unbemerkt gegnerischen Stellungen nähern und diese auskundschaften, berichtet die Jerusalem Post.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Leasing AG, Bad Homburg
  2. Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Nürnberg

Der Körper des Roboters besteht aus Elementen, die durch Gelenke verbunden sind. So kann er sich wie sein natürliches Vorbild schlängelnd fortbewegen und kommt auch in engen Räumen wie eingestürzten Häusern und Höhlen voran, wo ein Mensch nicht hinkommt. Zur Tarnung steckt der rund zwei Meter lange Roboter in einer Textilhülle.

Am Kopf der Roboterschlange sitzen eine Kamera und ein Mikrofon, mit denen sie Gegner belauern und belauschen kann. Infrarot-LEDs sorgen dafür, dass sie auch nachts etwas sieht. Gesteuert wird der Aufklärungsroboter von einem Soldaten per Funk vom Notebook aus. Darauf kommen auch die Daten an, die der Roboter sammelt.

Wehrhafte Roboterschlange

Allerdings soll die Schlange nach den Vorstellungen der Entwickler nicht nur zur Aufklärung dienen: Sie könne auch mit Sprengstoff beladen und ferngezündet zur Explosion gebracht werden.

Forscher der israelischen Ben-Gurion Universität, auf deren Arbeit die Roboterschlange beruht, entwickeln Roboter auch nach anderen tierischen Vorbildern, etwa eine Katze, die sich an Wände krallen kann, und einen Roboterhund, der auf die Bewegungen seines Herrchens reagiert.

Schlangenförmige Roboter sind in der Industrie beliebt: Sie werden beispielsweise dazu eingesetzt, um Rohrleitungen auf Schäden zu kontrollieren. Das norwegische Unternehmen Sintef entwickelt eine Roboterschlange, die sich nicht nur durch waagerechte, sondern auch durch senkrechte Rohre bewegen kann.

Roboter machen das Töten einfach

Israels Militär ist nicht das einzige, das Roboter für Aufklärung und Kampfeinsätze entwickelt und einsetzt. 40 Länder sowie diverse nicht-staatliche Organisationen verfügen derzeit über militärische Roboter, erklärte Peter Singer kürzlich im Interview mit Golem.de. Der US-Politologe ist überzeugt, dass das Schlachtfeld der Zukunft von Robotern beherrscht wird.

Einige Wissenschaftler sehen diese Entwicklung kritisch. Zu den prominenten Gegnern von Kriegsrobotern gehört Noel Sharkey, ein Robotiker an der Universität von Sheffield. Er hat durch seine Kritik im vergangenen Jahr in Großbritannien eine öffentliche Diskussion über dieses Thema angeregt. Die britische Friedensgruppe Landmine Action forderte daraufhin ein Verbot von autonomen Kampfrobotern.

Auf dem von der Deutschen Welle veranstalteten Global Media Forum wiederholte er kürzlich seine Kritik. "Noch nie war Töten so einfach wie heute", sagte Sharkey. Es bedürfe strenger Regeln für Kampfroboter, "sonst entscheiden eines Tages Roboter darüber, wer, wann und wo getötet wird."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Bibabuzzelmann 12. Jun 2009

Dann ist es also nur eine ferngesteuerte Schlange, mit Sensoren und Kameras und was da...

guert 12. Jun 2009

Aber solange verheimlichen, bis die Sache verjährt ist oder durch Schaffung von...

Dummpooper 12. Jun 2009

Hauptsache die kriegen den Geräuschpegel runter. Nichts besseres als ein lautes...

Eiszapfen 12. Jun 2009

Dachte ich auch, als ich den Artikel las... :)

Roflbot 12. Jun 2009

"Eine Roboterschlampe fürs Militär" Manche News-Headlines verlocken echt dazu...


Folgen Sie uns
       


Nepos Tablet - Hands on

Nepos ist ein Tablet, das speziell für ältere Nutzer gedacht ist. Das Gehäuse ist stabil und praktisch, die Benutzerführung einheitlich. Jede App funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit der gleichen Benutzeroberfläche.

Nepos Tablet - Hands on Video aufrufen
Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


    Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
    Battlefield 5 im Test
    Klasse Kämpfe unter Freunden

    Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

    1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
    2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
    3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

      •  /