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Update für Wolfram Alpha

Stephen Wolframs Wissensmaschine macht kleine Fortschritte. Die mit viel Brimborium gestartete Wissensmaschine Wolfram Alpha hat ein erste großes Update erhalten. Neue Daten werden täglich ins System eingepflegt.
/ Jens Ihlenfeld
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Wolfram Alpha wurde zum Start viel Aufmerksamkeit zuteil, doch viele zeigten sich von dem System enttäuscht, das in manchen Medien im Vorfeld als Google-Killer tituliert wurde. Die Entwickler bezeichnen ihr System allerdings als Wissensmaschine, da sie eben nicht das Internet durchsucht, sondern aus einem eigenen Datenpool versucht, Antworten auf Fragen zu berechnen.

Aufgrund des noch eher kleinen Datenpools und der eingeschränkten Fragemöglichkeiten wirkt das System derzeit unspektakulär, was auch daran liegt, dass Erfinder Stephen Wolfram vermutlich eine zu hohe Erwartungshaltung geschürt hat. Das System steht noch ganz am Anfang und ist sehr langfristig angelegt.

Rund drei Wochen nach dem Start erhielt das System am 8. Juni 2009 ein erstes größeres Update(öffnet im neuen Fenster) . Dieses bringt dem System neue linguistische Formen für viele Daten und Fragen bei, erlaubt neue Formen von Vergleichen und Darstellungen von Zeitreihen ("germany gdp vs population"). Zudem kann das System mit politischen Ämtern besser umgehen, versteht beispielsweise das Wort Kanzler ("chancellor").

Darüber hinaus wurden die Landesgrenzen von Indien, China, Slowenien, Kroatien und einigen anderen Ländern korrigiert, ebenso politisch umstrittene Bezeichnungen von Ländern und Regionen. Die Datenbank mit historischen Ereignissen wurde erweitert und Wolfram Alpha kann nun Distanzen von Planeten berechnen.

Neue Fähigkeiten bekam Wolfram Alpha auch im mathematischen Bereich. Das System zeigt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Blatt im Kartenspiel auftritt ("2 or 3 aces"), kann Ganzzahlen zerlegen ("partitions of 47") und geometrische Figuren besser handhaben ("ellipse with area 6 and major axis 2"). Auch gibt es eine erweiterte Unterstützung der 3D-Syntax von Mathematica.

Insgesamt gab es 1.850 Änderungen an 591 Code-Dateien, 1,1 Millionen Datensätze wurden verändert.


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