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Chinesische Regierung verteidigt Filtersoftware

Filtersoftware soll Pornografie blockieren und Internet sauber halten

In einer Pressekonferenz hat ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums die Installation von Filtersoftware auf neuen Computern, die ab dem 1. Juli 2009 obligatorisch ist, verteidigt. Das Programm sei ein Pornofilter, der dazu diene, das Internet sauber zu halten. Erste Tests bestätigen diese Angaben.

Artikel veröffentlicht am ,

Die chinesische Regierung hat den künftigen Einsatz von Filtersoftware auf Privatcomputern gegen Kritik aus dem Ausland verteidigt. Qin Gang, Sprecher des Außenministeriums, betonte auf einer Pressekonferenz heute morgen, die Software sei dazu da, pornografische und gewalttätige Inhalte auszufiltern, berichtet die BBC.

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Der Zweck sei, die Verbreitung schädlicher Inhalte zu verhindern, erklärte Qin. "Die chinesische Regierung fördert die gesunde Entwicklung des Internet. Allerdings steuert sie es auf rechtmäßige Art und Weise."

Filter muss vorinstalliert sein

Ab 1. Juli 2009 muss auf allen Computern, die in China verkauft werden, das Programm "Green Dam Youth Escort" installiert sein. Das gilt auch für importierte Computer, schreibt Rebecca MacKinnon in ihrem Blog RConversation. Die ehemalige CNN-Korrespondentin, die heute Journalistik an der Universität in Hongkong lehrt, beruft sich dabei auf den Erlass der Regierung, der ihr zugespielt wurde. Das Programm müsse zusätzlich als CD beigelegt werden, damit es nach einem Datenverlust wieder aufgespielt werden könne. Westliche Medien hatten zunächst berichtet, es reiche, wenn die Software auf einer CD mitgeliefert werde.

Die Regierung begründet die Maßnahme mit Jugendschutz: Green Dam Youth Escort soll verhindern, dass Jugendliche schädliche Inhalte abrufen können. Es fragt bei einem Seitenaufruf in einer Datenbank ab, ob der Nutzer die gewünschte Seite ansehen dürfe. Ist die Seite in der Datenbank als ungeeignet deklariert, verhindert die Software, dass sie geöffnet wird.

Software blockiert nur Pornoseiten

Die Datenbank, eine sogenannte Blacklist, wird vom Hersteller Jinhui Computer System Engineering, erstellt und gepflegt. Jinhui-Gründer Bryan Zhang betont, dass die Liste ausschließlich Pornoseiten enthalte, berichtet das Wall Street Journal. Seth Young vom Berkman Center For Internet And Society bestätigte gegenüber der Zeitung diese Angaben. Erste Tests hätten ergeben, dass die Software tatsächlich nur Seiten mit pornografischen, aber keine mit politischen Inhalten blockiere. Young wies jedoch darauf hin, dass die Liste jederzeit geändert werden könne.

Unterdessen berichtet das Blog Danwei, dass die Internetdienste wie Twitter und Flickr, die die Regierung vor dem Jahrestag der Niederschlagung der Studentenproteste blockiert hatte, teilweise wieder erreichbar seien. Einige Kommentare bestätigen die Angaben. Lediglich ein Nutzer schreibt, sein Provider blockiere Twitter weiterhin.

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Freidenker 12. Jun 2009

Nur noch wenige Tage möglich: gegen Internet-Zensur unterschreiben! Sie sind gegen die...

Norman_hu 11. Jun 2009

Stimme dir zu bezgl. blockierung poli.-kritischer Seiten im Netz. Kaltstellen und...

Django79 10. Jun 2009

Bei uns klappt das (noch) nicht. Wenn Du in China die Pflichtinstallation löschst oder...

Django79 10. Jun 2009

Der kleine Unterschied besteht aus 10 Jahren. So lange nämlich gebe ich unserer...

Mandarin 10. Jun 2009

... ach ja, auch klassisches Chinesisch habe ich studiert ... aber nicht dazu, was in...


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