• IT-Karriere:
  • Services:

Widerstand gegen Gewaltspieleverbot

Kulturrat und Computerspieler warnen vor Einschränkung der Meinungsfreiheit

Gegen das bei der Innenministerkonferenz angekündigte Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Gewaltspielen formiert sich Widerstand: Der Deutsche Kulturrat sieht die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit gefährdet. Spieler und Spielemedien planen Petitionen und rufen dazu auf, sich an Politiker zu wenden.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Deutsche Kulturrat warnt angesichts des Vorschlags der Bundes- und Länderinnenminister, noch vor der Bundestagswahl ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von gewalthaltigen Computerspielen umzusetzen, vor einem "wahltaktischem Schnellschuss". Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände sähe durch ein solches Verbot "elementar die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit berührt." Nach Auffassung des Verbands gehe es weniger um Kinder- und Jugendschutz - "denn Kindern und Jugendlichen dürfen solche Spiele schon jetzt gar nicht zugänglich gemacht werden". Mit dem Vorschlag der Innenminister werde erneut in die "Mottenkiste der Verbotsdebatten gegriffen und geflissentlich verschwiegen, dass erst im vergangenen Jahr das Jugendschutzrecht novelliert wurde".

Stellenmarkt
  1. DB Vertrieb GmbH, Frankfurt (Main)
  2. ECR Services GmbH, München

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Bei den jüngsten Vorschlägen der Innenministerkonferenz muss man den Eindruck gewinnen, dass es nicht um Jugendschutz, sondern schlicht nur um Wahlkampf geht. Oder soll ernsthaft in den letzten Sitzungstagen des Bundestages vor der Sommerpause und der Bundestagswahl, hopplahopp ein neues Gesetz gezimmert werden. Der Jugendschutz und die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit sind viel zu wichtig, um sie den wahlkämpfenden Innenministern von Bund und Ländern zu überlassen."

Spieler-Petitionen

Auch in der Spieleszene formiert sich Widerstand gegen die angekündigte Gesetzesverschärfung. So haben mehrere Gruppen vor, Petitionen gegen die Pläne der Innenminister einzureichen - analog zur Petition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten". Die Spielefachverlage IDG Entertainment (Gamestar) und Computec (PC Games) fordern gemeinsam dazu auf, einen vorbereiteten Brief an über Abgeordnetenwatch.de zu findende Politiker zu schicken.

Das Schreiben weist darauf hin, dass "'gewaltverherrlichende' Medien" bereits jetzt "aus gutem Grund verboten" sind. Weiter: "Doch ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspielen für Erwachsene steht aus meiner Sicht im Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes ('Eine Zensur findet nicht statt')."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 27,99€
  2. (-83%) 6,99€
  3. 9,99€
  4. (-15%) 42,49€

Taugenichts 09. Aug 2010

genauso sinnvoll wie ein smartphoneverbot im bundestag. wieso nicht gleich schulen...

spanther 10. Jul 2009

FALSCH! :) Intelligente Spieler greifen wie die meisten in den großen Pool und picken...

Diabolus 12. Jun 2009

Mhm... Aber weil DU das sagst ist es so. Komisch die erste: Ich bin sicher der...

dünnpfiff 09. Jun 2009

genau mein reden. bestell ich halt im zensurfreien ausland, fertig.

r3v 09. Jun 2009

Machen wirs doch wie in dem Film "Equilibrium". Wir deaktivieren einfach die Emotion im...


Folgen Sie uns
       


Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht

Sonnenlicht spaltet Wasser: Ein Team von Helmholtz-Forschern bildet die Photosynthese technisch nach, um Wassesrtoff zu gewinnen.

Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht Video aufrufen
Coronakrise: Welche Hilfen IT-Freelancer bekommen
Coronakrise
Welche Hilfen IT-Freelancer bekommen

Das Hilfspaket des Bundes in Milliardenhöhe sieht kaum Leistungen vor, mit denen IT-Freelancer etwas anfangen können. Den Bitkom empört das nicht.
Ein Bericht von Gerd Mischler

  1. Jobporträt Softwaretester "Ein gesunder Pessimismus hilft"
  2. Frauen in der IT Software-Entwicklung ist nicht nur Männersache
  3. Virtuelle Zusammenarbeit Wie Online-Meetings nicht zur Zeitverschwendung werden

Homeschooling-Report: Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen
Homeschooling-Report
Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

Lösungen von Open Source bis kommerzielle Lernsoftware, HPI-Cloud und Lernraum setzen Schulen derzeit um, um ihre Schüler mit Aufgaben zu versorgen - und das praktisch aus dem Stand. Wie läuft's?
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Kinder und Technik Elfjährige CEO will eine Milliarde Kinder das Coden lehren
  2. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  3. Mädchen und IT Fehler im System

Coronavirus: Spiele statt Schule
Coronavirus
Spiele statt Schule

Wer wegen des Coronavirus mit Kindern zu Hause ist, braucht einen spannenden Zeitvertreib. Unser Autor - selbst Vater - findet: Computerspiele können ein sinnvolles Angebot sein. Vorausgesetzt, man wählt die richtigen.
Von Rainer Sigl

  1. Corona Besitzer von Media Markt Saturn beantragt Staatshilfe
  2. Coronakrise EU wertet Kontaktsperren mit Mobilfunkdaten aus
  3. China Bei Huawei füllen sich die Büros nach Corona wieder

    •  /