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X-Plane 10 - Flugsimulator soll OpenStreetMap-Daten nutzen

Auch die Open-Source-Simulation Flightgear will OpenStreetMap-Daten verwenden. X-Plane , ein Flugsimulator für Windows, Linux und MacOS X, soll in seiner zehnten Ausgabe auf Daten von OpenStreetMap (OSM) zurückgreifen. Damit hat der neue Simulator das Potenzial, einen der größten Schwachpunkte der Serie zu beseitigen.
/ Andreas Sebayang
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Das frei verfügbare Kartenmaterial der OpenStreetMap-Community soll in die Entwicklung von X-Plane 10 einfließen, das kündigten die Entwickler von Laminar Research auf der X-Plane Konferenz(öffnet im neuen Fenster) laut einem Forumseintrag bei X-Plane.org(öffnet im neuen Fenster) an.

Einer der größten Nachteile von X-Plane 9 war die sehr detailarme Darstellung der Erde außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Straßenzüge in Deutschland etwa entsprechen nicht der Realität, was das Fliegen auf Sicht sehr schwer macht. Nur die Flughäfen entsprechen ihren Vorbildern. Allerdings beschränkt sich das auf die Rollwege, die Start- und Landebahnen und das Vorfeld. Die Flughafengebäude fehlen einfach.

Mit den Straßendaten von OpenStreetMap, an denen bereits mehr als 100.000 registrierte Mapper mitgewirkt haben, werden die Straßennetze als Orientierungspunkte vermutlich so präzise sein, wie in zuvor keinem anderen Flugsimulator. Auch Gebäudedaten liegen als Grundriss prinzipiell in OSM vor, so dass die triste und eintönige Landschaft von X-Plane ein Ende haben könnte. Welche Daten tatsächlich von X-Plane 10 genutzt werden, ist noch nicht bekannt.

X-Plane wird jedoch, trotz der Daten des OSM-Projekts, keine vollständigen Landschaften bieten. In Entwicklungs- und Schwellenländern werden die Daten nicht so detailliert sein. Länder wie das OSM-Gründungsland Großbritannien oder Deutschland werden vermutlich sehr detailliert sein, da die Mapper in diesen Ländern zahlreich und sehr fleißig sind.

Die Gebäudedaten von OSM allein werden allerdings nicht ausreichen, um etwa Flughäfen detailliert darzustellen. Ein neuer Airport-Designer soll helfen die mehr als 20.000 Flughäfen in das Spiel zu integrieren. Allerdings wird vorab schon einmal gewarnt, dass mit Sicherheit nicht alle Flughäfen in X-Plane 10 zu sehen sein werden.

Einen besonders hohen Stellenwert bei Austin Meyer, dem Hauptentwickler von X-Plane, hat ein neues Wettermodell. Das Wetter soll in Zukunft den lokalen Gegebenheiten entsprechen und wechseln. Zudem sollen die Standard-Flugzeuge verbessert werden. Genannt wurden die Dornier 328(öffnet im neuen Fenster) und die MD-80(öffnet im neuen Fenster) die beide detailliert modelliert werden sollen.

Wann X-Plane 10 erscheinen wird, ist nicht bekannt. Die Liste aller Neuerungen ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit arbeitet der Entwickler Laminar Research noch an der Version 9.30 des aktuellen X-Plane-Simulators, der in der nächsten Zeit weiter gepflegt werden soll.

An Experimenten mit OpenStreetMap haben sich auch schon Entwickler des Open-Source-Flugsimulator Flightgear versucht(öffnet im neuen Fenster) . In aktuellen Entwickler-Galerien zeigt das Projekt bereits automatisch generierte Gebäude auf Basis von OSM-Daten(öffnet im neuen Fenster) . Ganze Städte können so mit Basismodellen ausgestattet werden, die auf den Grundrissen basieren.

Inwiefern Microsoft mit dem Flight Simulator an ähnlichen Projekten arbeitet, um die Detailtreue zu erhöhen, ist nicht bekannt. Microsoft beteuerte aber, dass die Firma auch in Zukunft Flugsimulatoren anbieten will , obwohl das zuständige Entwicklerstudio geschlossen wurde.


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