Flexibler Memristor entwickelt

Die NIST-Forscher verwenden für ihren flexiblen Memristor Materialien wie Titan-Dioxid, das preiswert und verfügbar ist. So sollen robuste Speicherkomponenten entstehen, die auch im medizinischen Bereich nützlich sein könnten, beispielsweise eingebettet in Sensoren, die auf der Haut getragen werden.
Auf einen Träger aus Polymeren - eine durchsichtige Folie - brachten die Forscher eine dünne Schicht aus Titan-Dioxid auf. Ein Material, das auch in Sonnencreme verwendet wird. Anschließend wurden elektrische Kontakte aufgebracht, so dass ein Speicherschalter entstand, der mit weniger als 10 Volt arbeitet und seinen Speicherinhalt auch dann erhält, wenn kein Strom angelegt wird. Auch nach 4.000 Biegungen des Materials funktionierte das Ganze noch.
Die Arbeitsweise des Schalters ähnelt stark einem sogenannten Memristor, der seinen Widerstand ändert, je nachdem wie viel Ladung hindurch geschickt wurde und diesen Widerstand behält, auch wenn der Strom abgeschaltet wird. Die Theorie dieser vierten fundamentalen elektrischen Komponente neben Kondensator, Widerstand und Spule wurde bereits 1971 entwickelt, aber erst in den letzten Jahren wurde ein Memristor entwickelt(öffnet im neuen Fenster) .
Da der am NIST entwickelte flexible Memristor aus flüssigen Materialien hergestellt wird, besteht den Forschern zufolge die Möglichkeit, die Bauteile später zu drucken. Die Forschungsergebnisse wurden unter dem Titel A flexible solution-processed memristor(öffnet im neuen Fenster) in der Juli-2009-Ausgabe des IEEE Electron Device Letters veröffentlicht.